Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Warum „Flexible Arbeitszeiten“ gefürchtet werden

von Christian Scholz am 28. Dezember 2015

In meiner kleinen Kolumne in der WELT beschäftige ich mich mit einem interessanten Vorschlag:

„Henkel-Vorstandschef Kasper Rorsted spricht sich gegen die Präsenzkultur aus. Ihm ist es egal, wann und wo Mitarbeiter arbeiten. Wichtig ist nur, dass seine Mitarbeiter ihr vorgegebenes Arbeitspensum erledigen – unabhängig von Arbeitsort und Arbeitszeit.“

Das Ergebnis meiner Analyse (die explizit auch die Generation Z einschließt):

„In einer Welt flexibler Arbeitszeiten, wie sie Managern wie Rorsted vorschwebt, werden Präsenzkultur sowie Trennung zwischen Berufs- und Privatleben nicht primär abgeschafft, um junge Menschen glücklich zu machen, sondern um mehr Leistung aus den Mitarbeitern zu ziehen. Spätestens dann aber wird diese Form der Abkehr von der Präsenzkultur zu einer auch gesellschaftspolitisch gefährlichen Falle für Mitarbeiter und zu einer interessanten Frage für den Aufsichtsrat.“

 

2 Kommentare zu “Warum „Flexible Arbeitszeiten“ gefürchtet werden

  1. Jens meint:

    „ihr vorgegebenes Arbeitspensum erledigen“

    lolwut? Das wird doch überhaupt nicht arbeitsvertraglich geschuldet, sondern nur das Bemühen darum.

    • C.Scholz meint:

      Richtig gesehen. Und genau deshalb geht es bei derartigen Ansätzen primär um einen psychologischen Vertrag: Der AG bietet „Freiheit und Flexibilität“ und dafür erwartet er vom AN „vorgegebenes Arbeitsvolumen zu erledigen“.

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