Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Anfragen von Studierenden ….

von Christian Scholz am 13. Juni 2015

….. versuche ich möglichst alle zu beantworten, sofern es sich nicht um

  • absolute Massen-Mails oder
  • Monster-Fragebogen oder
  • Literatur-Such-Aufträge an mich

handelt. Am liebsten sind mir einige konkrete Fragen, am besten solche, über die ich selber noch nicht nachgedacht habe. (Das ist aber kein „Muss“.)

Oder aber es wird irgendetwas in einem untypischen Umfeld untersucht.

Also: Ruhig eine Mail schreiben. Aber wie gesagt, …..

89 Kommentare zu “Anfragen von Studierenden ….

  1. Olga Bessarabcik meint:

    Hallo Herr Prof. Dr. Scholz,

    ich schreibe derzeit meine Bachelorarbeit über das Thema „Generation Z – Rekrutierung und Bindung im Unternehmen“ an der Hochschule der Medien in Stuttgart.

    Über eine Bekanntin, die bei Ihnen eine Vorlesung besucht hat, habe ich viel über Ihre Forschung zur Generation Z erfahren. Es wäre mir daher eine Ehre, sie evtl. im Rahmen meiner Arbeit als Experte zu interviewen.

    Jedoch ist mir bewusst, dass Sie sicherlich einen vollen Terminkalender haben. Daher wäre es auch schon großartig Ihre Meinung zu zwei Fragen zu erhalten:

    – Wie rekrutiert man die Generation Z effizient? (Welche Kanäle empfehlen Sie, Tipps und Tricks? Was muss man beachten?)

    – Welche Maßnahmen sollten in Unternehmen eingeführt werden, um die Gen Z zu binden? (oder sind sie nicht zu bändigen?)

    Ich danke Ihnen schon im Voraus.
    Viele Grüße aus Stuttgart,
    Olga Bessarabcik
    ———————————————————-
    Online-Medien-Management, 7. Semester

    • C.Scholz meint:

      Hallo Frau Bessarabcik,
      Danke für Ihre Fragen.

      Zur Rekrutierungsfrage:
      (1) Man sollte tunlichst nicht versuchen, alle Kanäle gleichzeitig zu bespielen. Dann wird die Botschaft verwässert, wirkt beliebig und marktschreierisch.
      (2) Ganz wichtig ist die Firmen-Homepage, wo man etwas über Produkte, Personalarbeit und „handelnde“ Personen erfahren kann. Hier geht es nicht um eine durchgestylte Agenturarbeit. Wichtig ist Authentizität.
      (3) Auf Arbeitgebervideos würde ich verzichtet. 99% aller derartiger Videos sind kontraproduktiv. Hier sind zur Zeit Analysenprozesse im Gange, die eine Neupositionierung dieser Videos analysieren. Aktuell aber: Finger weg davon.
      (4) Ich rate im übrigen Unternehmen von Facebook ab: Das ist ein „privater“ Kanal.
      (5) Wichtig ist Content, wobei es nicht um Masse geht, wohl aber um klare Antworten auf die Fragen, die Generation Z hat.

      Zur Bindungsfrage: Meines Erachtens sollte man überhaupt nicht mit dem Bindungsziel arbeiten. Wichtiger ist ein plausibler psychologischer Vertrag, der klar ausdiskutiert ist und an den man sich hält. Dann kommt Bindung von selbst. Aber „Programme zur Bindung“ kommen nicht nur schlecht rüber, sie sind auch kontraproduktiv. Denn schließlich darf man nicht vergessen: Auch Unternehmen binden sich nicht lebenslang an Mitarbeiter.

      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
      christian scholz

      • Christian meint:

        Sehr geehrter Prof. Dr. Scholz,

        ich bin zwar kein Student mehr, sondern Geschäftsführer eines Non-Profit-Unternehmens. Habe jedoch großes Interesse am Thema Recruiting auch in Zusammenhang mit generationsbezogenen unterschiedlichen Ansätzen (Thema Fachkräftemangel). Also vielleicht darf ich dennoch eine Frage stellen: Sie schreiben, dass man auf Unternehmensvideos verzichten solle, weil diese zum größten Teil kontraproduktiv seien. Ich bin jetzt einigermaßen überrascht, weil gerade im sog. E-Recruiting Bereich Employer-Branding- und auch Recruiting Videos ein großes Thema sind. Worauf stützen Sie Ihre Aussage? Und könnten Sie etwas zu den von Ihnen erwähnten Analyseprozessen sagen?

        Vielen Dank!

        • C.Scholz meint:

          Guten Abend …
          danke für die Frage.
          Ja, natürlich sind Videos ein ganz wichtiges Medium für die Generation Z. Das Problem ist nur, dass es nahezu kaum Arbeitgebervideos gibt, die auch nur ansatzweise positiv aufgenommen werden. Die meisten kommen eher peinlich rüber, was man sehr schön an den Kommentaren sieht. Und noch schlimmer sind die Arbeitgebervideos, die Unternehmen von den Jugendlichen selber gemacht werden,
          (siehe dazu http://per-anhalter-durch-die-arbeitswelt.de/employer-branding-was-nike-nie-machen-wuerde/ ).
          Also richtig: Recruiting Videos sind ein großes Thema, aber das beutetet nicht unbedingt, dass sie auch ein großer Erfolg sind. Und deshalb mein Rat: Im Zweifelsfall eher die Finger davon lassen, solange in den Social Media Arbeitgebervideos im Regelfall schlecht abschneiden.
          Hier müssen wir noch mehr lernen über die Medienwirkung, bevor man tatsächlich das Risiko eingeht, einen Flopp zu starten und vielleicht sogar Jugendliche dauerhaft im Netz in ihrer Rolle in Arbeitgebervideos „unsterblich“ zu machen.
          Aber falls Sie ein Video produziert haben, das wirklich gut und damit die Ausnahme ist: Bitte schicken!
          mfGr
          christian scholz

  2. Martin meint:

    Hallo Herr Prof. Dr. Scholz,

    in Rahmen einer Hausarbeit beschäftige ich mich mit Job satisfaction von gen z part time students. Konkret geht es in dieser Hausarbeit darum herauszufinden (qualitativ) welche Werte die befragten Abendstudenten Bezug nehmend auf Ihre Arbeit vertreten.
    Wie ist Ihre Meinung dazu? Sind die Werte andere weil die Jungen Leute, die bspw. eine Ausbildung gemacht haben und nun nebenbei studieren?
    Welche Autoren würden Sie zum Thema Gen Z denn noch empfehlen? Gibt es auch Autoren, die kontroverse Meinungen vertreten?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Martin

  3. C.Scholz meint:

    Guten Morgen,

    es gibt keine mir bekannten Hinweise, wonach diejenigen Vertreter der Generation Z, die part time Studenten sind, andere Werte haben als Nicht-Part-Timer. Sie dürften ebenfalls „getrieben“ sein von ihrem grundsätzlichen Realismus über die Arbeitswelt, aber ggf. andere Konsequenzen daraus ziehen.

    Ansonsten „zieht“ bei Studenten, die in Dualen Studiengängen stecken, natürlich immer das Sicherheitsstreben und der (vielleicht aber auch nur trügerische) Glaube, durch die frühzeitige Bindung an ein Unternehmen „Sicherheit“ zu bekommen. Das hat aber wenig mit Generation Z zu tun,

    Hinsichtlich anderer Studien möchte ich ganz besonders auf die Befragung der Northeastern University hinweisen -> LINK, die sehr schön Motive von Studierenden der Generation Z aufzeigt und auch das Erhebungsdesign in vorbildlicher Weise transparent macht.

    Auf jeden Fall weiterhin viel Spaß und dann natürlich Erfolg bei Ihrer Arbeit!
    (und ggf. posten Sie doch mal Ihre Ergebnisse an dieser Stelle)
    mfGr
    christian scholz

  4. Isabella Böhm meint:

    Sehr geehrter Herr Professor Scholz,

    vielen Dank für die Möglichkeit Ihnen Fragen zu stellen.
    Ich schreibe derzeit meine Bacherlorarbeit mit der Forschungsfrage „Welche Voraussetzungen sind für die Generation Y und die Generation Z in Ostösterreich ausschlaggebend um einen Versicherungsvertrag online abzuschließen?“ an dem IMC Fachhochschule Krems.
    Nach der Durchsicht Ihres Buches ist für mich eine Frage offen geblieben:
    Warum ist es so wichtig zukünftige Genrationen anzusprechen? Wie könnte man begründen, dass es wichtiger ist diese Generationen anzusprechen, anstatt der älteren Bevölkerung, deren Anzahl ja deutlich höher ist? Sie vergleichen zwar die Generation Z mit Zombies, da die „neuen“ Wertansichten auch andere Generationen anstecken könnten, aber meine Frage ist damit doch nicht ganz beantwortet.
    Besonders hilfreich wäre dies natürlich in Hiblick auf Versicherungen.

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Isabella Böhm

  5. C.Scholz meint:

    Hallo Frau Böhm,
    Warum ist es wichtig, zukünftige Generationen wie die Generation Z anzusprechen? Hier gibt es zwei Punkte:
    (1) Diese Generation hat andere Werte- und Verhaltensmuster. Deshalb müssen Unternehmen – und dazu zählen auch Versicherungen – die Generation Z und die Generation Y unterschiedlich ansprechen.
    (2) Natürlich kann man argumentieren, dass die Generation Z zahlenmäßig nicht so stark ins Gewicht fällt. Sie hat aber („Generation der Erben“) ein relativ hohes verfügbares Einkommen/Vermögen, das sie noch nicht „gebunden“ hat. Deswegen ist das eine interessante Zielgruppe).
    Was Sie jetzt in Ihrer Arbeit unter anderem machen müssten: zum einen die Generation Z in ihrem Onlineverhalten analysieren, zum anderen die Einstellung der Generation Z zu Versicherung herausfinden (durch Plausibilitätsüberlegungen oder eine kleine Befragung in Ostösterreich).

    Viel Erfolg mit Ihrer Arbeit!
    christian scholz

  6. Lars Meinecke meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    mein Name ist Lars Meinecke ich studiere zur Zeit im ersten Mastersemester der Agrarwissenschaften in Göttingen. In einem Modul zum Thema Marketing stellen wir in einigen Wochen die Generation Z als Zielgruppe vor. Einen besonderen Schwerpunkt soll dabei eine Direktvermarktungsstrategie bilden die die Zielgruppe anspricht. Leider haben wir bis jetzt wenig Informationen zum Konsumverhalten bei Lebensmitteln dieser Generation gefunden. Unser Gedanke war, dass für diese Generation der BIO Gedanke und auch der Gedanke nach höherwertigen Nahrungsmitteln eher gering ist. Abgeleitet haben wir das nach der Beschreibung, dass sich die Generation schneller auch mit einfacheren Dingen zufrieden gibt. Würden Sie das an dieser Stelle bestätigen oder haben Sie bereits Erfahrungen gesammelt wie die Ernährungsgewohnheiten der Generation aussehen könnten. Aufgrund des geringen Alters der Generation wird das Thema Lebensmittel Beschaffung noch nicht die größte Rolle spielen da meist vermutlich noch die Eltern es sind die für die Mahlzeiten sorgen. Allerdings will man ja auch für die Zukunft best möglich aufgestellt sein. Über eine Rückmeldung freuen wir uns sehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lars Meinecke

  7. C.Scholz meint:

    Guten Morgen Herr Meinecke

    Danke für Ihre Mail. Zur Ihrer Frage:

    (1)„Schneller mit einfacheren Dingen zufrieden“? Das stimmt. Ein Punkt gegen Sie.

    (2)Gleichzeitig aber legt sie sehr viel Wert auf Kochen und auf gesunde Ernährung. Und das ist ein Punkt für Sie.

    (3) Zusätzlich orientiert sich die Generation Z (wie ich auch im Buch S. 163 schreibe), weniger an Marken. Damit haben auch `Nicht-Marken-Produkte´ eine Chance.

    (4) Schließlich ist die Generation Z zwar jung. Aber: Schließlich um fasst diese Generation das Spektrum bis 25 Jahre, das (aus diversen Quellen) über Geld verfügt.

    Und damit steht und fällt die Direktvermarktung gerade bei BIO-Produkten mit dem Convenience-Faktor. Bekommt die Generation Z die Produkte also `bequem´ und in `gesunder Qualität´, dann wird sie dies als interessante Alternative sehen.

    mfGr
    christian scholz

  8. Iris Oppermann meint:

    Sehr geehrter Herr Professor Scholz,
    ich studierte Wirtschaftspsychologie (Master) und wir besprechen derzeit im Fach Eignungsdiagnostik die Veränderungen oder Anpassungen die für Generation Z notwendig sein werden.

    Hierzu wäre meine Frage folgende:
    Wenn die Generation Z viel Interesse daran hat mehr über sich herauszufinden und individuelles Feedback zu erhalten, wie müssen für diese Generation dann die Auswahlverfahren (speziell die Testverfahren) angepasst werden?

    Bei vielen Testverfahren ist es einfach von Paper-Pencil Verfahren auf Computerbasierten Verfahren umzustellen. Das ist jedoch nicht bei allen möglich und auch nicht sinnvoll. Speziell Testverfahren die dem Teilnehmer direkte Auswertungen geben und damit nicht durch eine Fachperson übermittelt werden, können schnell falsch interpretiert werden.

    Auf was muss bzw. sollte geachtet werden um die Generation Z im Auswahlprozess nicht zu verlieren, sondern für das Unternehmen zu gewinnen?

    Vielen Dank bereits vorab für Ihre Rückmeldung.

    Mit besten Grüssen,
    Iris Oppermann

  9. C.Scholz meint:

    Guten Abend Frau Oppermann,

    Eignungsdiagnostik hat zwei Komponenten: (a) die Messung von Einstellungen, Fähigkeiten etc., (b) die Beurteilung, ob die Person entsprechend der erhobenen Daten für eine Position/Aufgabe geeignet ist. (a) ist bei der Generation Z genauso viel/wenig problematisch wie bei anderen Generationen; (b) ist dagegen dann ein Problem, wenn die Referenzierte nicht aus der Gruppe der Generation Z stammt. Hier könnte die aktuelle Eignungsdiagnostik leicht an ihre Grenzen kommen.

    Ob Papier oder Computer, ist kein relevanter Unterschied.
    Was aber problematisch ist: Wenn die „Fachperson“ keine „Fachperson“ für die Generation Z ist, weil die Generation Z Worte und Konzepte ganz anders interpretiert als andere Generationen.

    Worauf achten? Tendenziell negativ belegte Schlüsselworte (wie „flexible Arbeitszeit“ oder „open Office Konzept“) sollte man vermeiden, weil es sonst leicht zu einem Kommunikationsabbruch durch die Generation Z kommt.

    Gegenfrage: Was war das Ergebnis Ihrer Diskussion?

    mfGr
    christian scholz

  10. Kerstin Ligendza meint:

    Sehr geehrter Herr Professor Scholz,

    mein Name ist Kerstin Nicole Ligendza und ich bin Master-Studentin an der Leibniz Universität Hannover.
    Momentan schreibe ich eine Seminar-Arbeit zu dem Thema „Generation Z „. Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf Sie und Ihr Buch „Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und wie sie uns alle ansteckt“ gestoßen. Ihr Werk passt perfekt zu meiner Seminar-Arbeit – allerdings wollte ich Sie trotzdem fragen, ob Sie mir eventuell ein paar Fragen zu diesem Thema beantworten könnten, damit ich Sie als Experten in meiner Arbeit zitieren kann – das wäre wirklich eine sehr große Ehre für mich.
    Die Fragen wären:

    1. Frage:
    Es scheint, als würde sich die „Generation Z“ auf der Digitalisierung „ausruhen“. Youtube-Star oder Blogger sind die neue Karriere-Ziele und scheinbar spielend zu erreichen – ist solch ein denken der „Generation Z“ naiv?

    2. Frage:
    Wird die Medien-Welt in Zukunft ein Nachwuchs-Problem haben, da in der digitalen Welt nun jeder schnell seinen eigenen Online-Blog oder Youtube-Channel starten kann? Werden die „herkömmlichen Medien“, wie TV, Zeitung oder Radio dadurch zunehmend uninteressant für die Generation Z?

    3. Frage:
    Werden sich Vorstellungsgespräche in Zukunft verändern (z.B Skype-Interviews etc.)?

    4. Frage:
    Werden sich die Stellenangebote von Firmen zunehmend verändern (z.B. Blogger werden gesucht oder Youtube-Channels eingerichtet)?

    Sie würden mir mit der Beatwortung dieser Fragen wirklich einen großen Gefallen tun!

    Vielen Dank bereits im Voraus und herzliche Grüße aus Hannover!

    Kerstin Ligendza

    • C.Scholz meint:

      Guten Morgen Frau Ligendza und Danke für Ihre Fragen.

      Hier meine Antworten:

      Frage 1a:
      Ja. die Generation Z glaubt mehrheitlich schon, dass die bei ihr realisierte Digitalisierung ihr einen natürlichen Vorteil mitbringt.
      Frage 1b:
      Ob sie glaubt, Youtube-Star oder Blogger sind die neue Karriere-Ziele und scheinbar spielend zu erreichen, weiß ich nicht. Ich glaube nicht, denn dazu ist meines Erachtens die Generation Z zu realistisch. Wenn sie das aber glauben würde, dann wäre es tatsächlich naiv.

      Frage 2:
      Dass jeder derartige Medienangebote machen kann, ist richtig. „Konsumiert“ werden aber nur diejenigen, die wirklich die Seele der Generation Z treffen. Und die werden garantiert zu einer Konkurrenz für die klassischen Mainstream Medien. Trotzdem wird es (ganz wenige) gute Fernsehprogramme, Zeitschriften und Radioprogramme geben, mit denen sich Teile der Generation Z beschäftigt. (Das habe ich mal „Digitale Gourmets“ genannt http://derstandard.at/1376533713009/Junge-sind-digitale-Gourmets ).

      Frage 3.
      Ja, ersten wird es Skype etc verstärkt geben (gute Entwicklung), zweitens wird es verstärkt im Vorfeld Big Data Recherchen geben (bedenklich).

      Frage 4.
      Ja, das werden viele Firmen machen, aber nur wenige werden damit die Generation Z erreichen (vgl. http://per-anhalter-durch-die-arbeitswelt.de/employer-branding-was-nike-nie-machen-wuerde/ )

      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit !

  11. Lena Fau meint:

    Lieber Herr Prof. Dr. Scholz,

    ich beschäftige mich Momentan mit dem Thema Fringe Benefits in deutschen Unternehmen. Dabei erscheint mir die Thematik um die Gen Z besonders spannend. Nach der Auseinandersetzung mit ihrem Buch haben sich für mich einige Fragen ergeben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir bei Beantwortung weiterhelfen könnten.

    1. Unter dem Gesichtspunkt, dass sich diese GenZ nicht binden lässt, welche Funktion nehmen Fringe Benefits ein? Spielen diese überhaupt eine Rolle?

    2. Die bAV ist aktuell wohl mit das beliebteste Benefit und der bKV wird in Zukunft eine wichtige Bedeutung im Benefit Portfolio deutscher Unternehmen zugeschrieben. Wie sehen Sie das Interesse der GenZ an Benefits wie der betrieblichen Altersversorgung oder betrieblichen Krankenversicherungen?

    3. Familie steht im Fokus → Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für den AN also Voraussetzung. Besonders mit Kindern ist hier oftmals ein hohes Maß an Flexibilität gefordert! Jedoch wird eine klare Trennung von Arbeit und Privatleben gefordert.: Arbeitszeit: 9 – 5!
    Diese Aussagen wirken auf mich ein wenig konträr. Einerseits will die GenZ selbstbestimmen, andererseits klare Regelungen haben.
    Welche Rolle nehmen hier flexible Arbeitszeitmodelle für die Gen Z ein?

    4. Kinderbetreuung/-zuschüsse ist beim Thema Beruf und Familie ein wichtiges Benefit des Arbeitgebers.
    Wie steht die Gen Z dazu? Finanzierung und Zuschüsse JA, aber kein betriebseigener Kindergarten oder KITA zur Einhaltung der Grenzen zw. Arbeit und Privat?!

    5. Welche Benefits können ihrer Meinung nach die Bedürfnisse und Wünsche der GenZ ansprechen? Gibt es wohl Benefits die besonders attraktiv für diese Generation sind?
    Werden die Benefit Klassiker wie Essenzuschüsse, Firmenhandy, Firmenwagen etc. überhaupt noch eine Rolle für diese Generation spielen?

    Vielen Dank bereits im Voraus.
    Liebe Grüße, Lena Fau

    • C.Scholz meint:

      Guten Abend Frau Fau,
      danke für Ihre Fragen. Obwohl ich dazu hier keine Studien griffbereit habe, trotzdem einige Antworten:

      Zu Frage 1:

      Die Wirkung von Fringe Benefits wird nicht auf Null sinken. Aber: Unternehmen müssen sich gezielter überlegen, welche Wirkungen (wie Retention, Motivation, Akquisition) von welchen Fringe Benefits bei welcher Generation ausgehen.

      Zu Frage 2:

      Die bAV ist als Akqusitionsinstrument wirksam, wenn kommuniziert werden kann, dass Angespartes voll im Ruhestand zur Verfügung bleibt und nie verfallen kann. bKV wirken als Akqusitionsinstrument, wenn die GenZ potenzielle Arbeitgeber vergleicht – wobei es hier sehr von den Bedingungen abhänge wird.

      Zu Frage 3:

      Die GenZ lehnt arbeitgeberseitige Flexibilisierung ab, will also im Regelfall so etwas wie „9-5“. Trotzdem verlangt sie arbeitnehmerseitige Flexibilität: Wenn Handwerker kommen, will die GenZ HomeOffice machen und wenn das Auto in die Werkstatt soll, will die GenZ erst später am Tag anfangen.

      Zu Frage 4:

      Finanzielle Unterstützung wird gerne gesehen, betriebseigene Kundenbetreuung dagegen nicht.

      Frage 5:

      Im direkten Vergleich mit anderen Arbeitgebern spielen diese Benefits durchaus eine Rolle, aber keine zentrale. Ansonsten sind vor allem Firmenhandy und Laptop mit Privatnutzung durchaus gerne gesehen. Der Firmenwagen dürfte an Relevanz nachlassen, dafür aber Bahncard oder ÖPNV-Tickets interessanter werden.

      Ich hoffe, das hilft etwas weiter!

      mfGr
      christian scholz

  12. Luisa meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,
    in Berlin wird der Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt Universität, Professor Dr. Münkler, im Netz öffentlich für seine Äußerungen in Vorlesungen kritisiert. Die dahinterstehenden Studenten bleiben dabei anonym. Wie passt dieses Vorgehen der Studenten in Ihr Bild der Generation Z?

    • C.Scholz meint:

      Guten Morgen,

      unabhängig davon, dass man sich bei derartigen Kritikpunkten nicht in der Anonymität zu verstecken braucht, steht nicht fest, ob diese Texte überhaupt von der Generation Z verfasst wurden.

      Nimmt man die bekannten Merkmale der Generation Z, so ist dies sogar eher unwahrscheinlich, da sich die Generation Z über die kritisierten Aussagen nicht besonders aufregen und sich dazu auch eher nicht umfangreich artikulieren würde – egal wie. Dazu ist die Generation Z in der Tendenz (leider) etwas zu unpolitisch.

      Wie dem auch sei: Danke für die interessante Frage, die man einmal empirisch untersuchen müsste!

      mfGr
      christian scholz

  13. Nicolas Kopf meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    mein Name ist Nicolas Kopf und ich studiere im 4. Mastersemester General Management an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Ich bin derzeit in den ersten Zügen meiner Masterthesis, in der ich mit den Arbeitgeberpräferenzen der Generation Z befasse. Unter anderem werde ich dazu auch die Auszubildenden eines großen Familienunternehmens aus Baden-Württemberg befragen.

    Die Suche nach „seriösen“, nach wissenschaftlichen Kriterien erhobenen empirischen Studien zu diesem Thema hat kaum Ergebnisse ergeben. Zu nennen ist das Trendence Schülerbarometer, aber sonst habe ich nicht wirklich etwas gefunden. Zur Generation Y gibt es eine breitere Datenbasis, aber es geht mir primär um Generation Z.

    Da Sie Experte auf dem Gebiet Generation Z sind , wollte ich Sie fragen, ob Sie mir hier weiterhelfen können. Sind Ihnen wissenschaftliche Studien bekannt, welche sich mit den Arbeitgeberpräferenzen der Generation Z beschäftigt haben?

    Über eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße vom Bodensee
    Nicolas Kopf

  14. Rader, Eric meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    mein Name ist Eric Rader und ich beschäftige mich mit zwei Kollegen im Rahmen einer Diplomarbeit an der Frankfurt School of Finance & Management mit dem Thema „Employer Branding im Hinblick auf die Generation Z“. Schwerpunkt liegt hier bei dem Arbeitgeber Sparkasse.
    Nach Durchsicht Ihres Buches und diverser Literatur würden wir uns freuen, wenn Sie uns eine Rückmeldung zu den nachstehenden Fragen geben könnten.

    Was müssen Unternehmen (evtl. speziell Banken) Ihrer Meinung nach tun, um am effektivsten von der Generation Z zu profitieren?

    Gehen Sie davon aus, dass ein kompletter Wandel in den Ausbildungsprozessen vollzogen werden muss, um die neue Generation besser anzusprechen?

    Müssen Arbeitgeber evtl. sogar Ihr Leitbild ändern um für die Generation Z noch attraktiv zu sein?

    Wird das Image eines Arbeitgebers im Hinblick auf die neue Generation noch wichtiger?

    Vielen Dank bereits im Voraus und beste Grüße

    Eric Rader

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Herr Rader,

      man sollte so ziemlich alles andes machen, als es der gegenwärtige Trend diktiert: klare Strukturen, seltener generationen-gemischte Teams, „eigene“ Schreibtische geregelte Arbeitszeit, weniger leistungsorientierte Entlohnung, kein Wirk-Life-Blending und vor allem eine Personalentwicklung, die nicht nur für eine Karriere bei der Sparkasse wichtig ist.

      Viel Erfolg bei Ihrer Diplomarbeit!
      christian scholz

  15. M. Wilden meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    ich schreibe derzeit eine Bachelor-Arbeit zum Thema Generation Y und Z für einen Druckereibetrieb mit dem Drei-Schichtsystem.

    Über Ihr Buch erfuhr ich, dass Sie sich intensiv mit der Generation Z beschäftigt haben. Daher möchte ich mich an Sie als Experte mit einer konkreten Frage an Sie wenden:

    in Ihrem Buch beschreiben Sie, dass die Generation Z geregelte Arbeitszeiten wünscht (am liebsten 9 – 17 Uhr). Unser Drei-Schichtbetrieb würde diesem Wunsch entgegenstehen. Außerdem sind die Arbeitnehmer an den Arbeitsplatz an der Druckmaschine gebunden.

    Daher möchte ich Sie fragen, was der Betrieb für Möglichkeiten in diesem Bereich hinsichtlich der Generation Z hat.

    Im Buch schreiben Sie zur Schichtarbeit, dass ein Arbeitgeber dort wo möglich feste Arbeitszeiten vorsehen und Schichtpläne langfristig vorher einstellen und einhalten sollte.

    Sind dies die einzigen Möglichkeiten um die Generation Z für einen Schichtbetrieb zu gewinnen und zu halten?

    Für die Generation Y sind beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle attraktiv. Wäre das für die Generation Z genauso?

    Ich danke Ihnen im Voraus.

    • Christian Scholz meint:

      Das ist eine gute und schwere Frage, denn offenbar braucht der Betrieb den 3-Schichtbetrieb.
      Wichtig ist hier in der Tat ganz besonders die langfristige Planbarkeit für die Generation Z. Was gar nicht geht: dauernd die Pläne über den Haufen schmeissen.
      Sicher will die Generation Z gerne einen „9-5“ Job. Nur ist sie realistisch und akzeptiert sachliche Notwendigkeiten, wenn sie wirklich notwendig sind und der Job ansonsten interessant ist.
      Was ich zudem versuchen würde, bei der Schichtzusammensetzung eher die Generation Z mit anderen Personen aus der Generation Z zusammen arbeiten zu lassen.
      Zudem würde ich die Schichtplanung grundsätzlich gemeinsam mit der Generation Z vornehmen, sie also tatsächlich einbinden.
      Schließlich würde ich mir ein System für wirkliche Ausnahmen überlegen, wo die Generation Z eine gewisse (aber nicht übertrieben große) Flexibilität bekommt, die aber gleichermaßen auch für die anderen Generationen gilt.
      Das kleinste Problem ist die Bindung an die Druckmachine – der eigene Arbeitsplatz ist der Generation Z wichtig und im Idealfall ist es dann „ihre“ Maschine. (Also wenn möglich, nicht an unterschiedliche Maschinen setzen).
      mfGr
      christian scholz

  16. Katharina meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    derzeit schreibe ich meine Bachelorarbeit, in der es um die Motivations- und Bindungsaspekte der Generation Z in der Arbeitswelt geht. Hierfür möchte ich die Auszubildenden und dualen Studenten eines Unternehmens befragen. Meine Herangehensweise ist zunächst, dass ich die Werte udn Eigenschaften, die die Literatur beschreibt, abfragen möchte, um zu schauen, wo es tatsächlich Korrelationen gibt oder wo die Theorie womöglich abweicht und was (dann) meine explizite Gruppe motiviert und bindet.

    Welche sind ihres Erachtens die wichtigsten Werte, die ich definitiv abfragen sollte und haben Sie Tipps oder Hinweise für mich, wie ich die Fragen formulieren kann/soll, um die Sprache der Zielgruppe zu sprechen? Ich befürchte nicht viele Antworten zu erhalten, wenn ich nach deren „Motivstruktur“ frage.

    Welche Aspekte sind darüber hinaus von besonderer Relevanz für Ausbildungsabteilungen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort und Unterstützung und sende herzliche Grüße!

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Katharina,

      ich vermute, Sie kennen die McDonald’s Ausbildungsstudie: Wenn nicht, auf jeden Fall anschauen, weil die methodisch wirklich gut ist. (Gibts im Internet als PDF).

      Zur Sprache der Zielgruppe weiß ich vermutlich weniger, als Sie. Ich würde es aber vielleicht mal mit Fragen vom Stil „Was treibt Dich an“ und „Was blockiert Dich“ versuchen – letztlich also die zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg umsetzen.

      Das hilft Ihnen auch, die wichtigsten Motivationen und die wichtigsten Demotivatoren zu lokalisieren.

      Viel Erfolg!
      mfGr
      christian scholz

      • Katharina meint:

        Vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Die Zweifaktorentheorie ist tatsächlich eine meiner Motivationstheorien. Die Verbindung, die Sie direkt gezogen haben und somit sowohl Antreiber und Blockierer nutzen, finde ich sehr hilfreich – vielen Dank!

        Wissen Sie, ob in der besagten Studie von Mc. Donalds auch Originalfragen veröffentlicht wurden? Natürlich muss der Fragebogen exakt zu meinem Thema passen, aber hinsichtlich der Fragestellung muss das Rad ja nicht immer neu erfunden werden.

        Eine weitere Frage habe ich, da ich gerade eine Quelle aus den Augen verloren habe. Ich sage in meiner BA die Generation Z sei die derzeit jüngste Generation und die Literatur hat bisher keine Folgegeneration dargelegt. Teilen Sie diese Meinung oder können Sie mir vielleicht Vertreter nennen?

        • Christian Scholz meint:

          Hallo … wenn, dann finden Sie sie am Ende der PDF aus dem Internet.

          Zur Nachfolge-Generation: Ja, aktuell ist die GenZ die jüngste Generation, die existent&erforscht ist. Was danach kommt, ist noch offen.

          mfGr
          christian scholz

  17. Dominique Läser meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    Besten Dank für die Möglichkeit, Ihnen direkt Fragen stellen zu können. Ich schreibe zurzeit an meiner Bachelorarbeit „Generation Z and Behavioural Leadership – Mutual Challanges and Influences“ an der Universität St. Gallen.

    1) In der Literatur ist man sich ziemlich einig darüber, dass die Generation Z am liebsten einen nine-to-five Jobs hätte und ihr Privat- und Geschäftsleben soweit möglichst separiert. Das bedeutet, dass die Generation Z sich gegen den allgemeinen Trend stellt 24/7 erreichbar zu sein. Mich würde nun interessieren, als wie realistisch Sie diesen Wunsch nach klar geregelten Arbeitszeiten einstufen? Denken Sie, dass die Unternehmen auf die Wünsche der Generation Z eingehen werden oder dass sich die Generation Z (wie die Generationen vor ihr) grössten Teils an die Gegebenheiten anpassen muss? Was spricht für Sie dafür/dagegen?

    2) Zurzeit existieren extreme wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, wie wir sie schon seit längerem in Europa nicht mehr erlebt haben. Denken Sie, dass die jetzige politische Lage einen Einfluss darauf haben wird, ob die Generation Z Ihre Forderungen durchsetzen kann?

    3)Die Generation X steigt in der Führungsetage kontinuierlich auf und gewinnt an Einfluss. Denken Sie, dies wird einen positiven Effekt auf die Generation Z haben, da die Generation X und Z von der Denkweise einige Gemeinsamkeiten haben? Könnte die Generation X eine Art älteres Geschwister sein, welches den Weg für gewisse Forderungen bereits Freigekämpft hat und nun dem Nesthäkchen das Leben erleichtern möchte?

    4) Was denken Sie, wie können die Unternehmen Ihre heutigen und zukünftigen Führungskräfte am besten für die Generation Z vorbereiten resp. ist eine spezielle Vorbereitung überhaupt notwendig?

    5) Führungspersonen orientieren sich oft an theoretisch beschriebenen Führungsstilen. Meiner Meinung nach, wäre der transformelle Fürhungsstile der optimale für die Generation Z, da es der Führungsperson erlauben würde auf Augenhöhe und individuell zu führen. Würde Sie diesem Argument zustimmen oder denken Sie, dass ein neuer Führungsstil für die Generation Z notwendig wäre?

    Besten Dank im Voraus für Ihre Antworten.

    Freundliche Grüsse und ein schönes Wochenende
    Dominique Läser

    • Christian Scholz meint:

      Hallo und einen schönen guten Abend!
      Danke für die Fragen. Hier einige Versuche für Antworten:

      1) Sicherlich wird es einen Druck auf Anpassung geben. Aber: Die Wünsche der Generation Z haben auch etwas mit Zeitgeist zu tun und sind damit eher durchsetzbar. Was allerdings wichtig ist: Hier sind die Besonderheiten der jeweiligen Arbeitsplätze zu beachten. So ist es beispielsweise im Gesundheitswesen und im Handel nicht möglich, generell auf ein nine-to-five abzustellen. In vielen anderen Bereichen ist es möglich und da wird es auch mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgesetzt.

      2) Unsicherheiten bringen schon per definition vieles durcheinander. Allerdings kann es auch anders laufen und Koalitionen gebildet werden, die ein „Durchsetzen“ ermöglichen.

      3) Das ist eine interessante These. Da braucht man eine empirische Überprüfung. Hier würde ich ungern raten.

      4) Dazu gehört zum einen, den Führungskräften klar zu machen, warum die Generation Z so tickt. Zum anderen ist es extrem wichtig, dass sich Unternehmen darüber klar werden, wo sie der Generation Z (auch im eigenen Interesse) nachgeben, weil deren Ideen gut sind. Zum anderen muss aber im Unternehmen klar gemacht werden, wo der Ponyhof seinen Grenzen hat.

      5) Sicherlich spricht nichts gegen Versuche in Richtung auf einen neuen Führungsstil. Bleibt man bei den bestehenden zwei Grundmustern, so argumentieren viele in Richtung auf den Transformationssstil. Ich selber würde im Umgang mit der Generation Z eher auf einen sachlichen transaktionalen Stil setzen. Mit großen Visionen ist die Generation Z nicht unbedingt zu gewinnen, eher mit klaren Strukturen und Kommunikationsmustern.

      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und schöne Grüße nach St. Gallen,
      christian scholz

      • Dominique Läser meint:

        Sehr geehrter Herr Scholz,

        besten Dank für Ihre ausführlichen Antworten. Sie konnten mir damit sehr viel weiter helfen.

        Beste Grüsse aus St. Gallen,
        Dominique Läser

  18. M. Wilden meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,
    ich schreibe derzeit eine Bachelorarbeit zur Generation Y und Z hinsichtlich der Rekrutierung. Ein Teil der Arbeit befasst sich mit dem Auswahlprozess und der darauffolgenden Einarbeitung der neuen Mitarbeiter.

    Für die Einarbeitung der Generation Z habe ich bisher herausgefunden, dass Unternehmen klare Anweisungen und Erwartungen kommunizieren sollen. Außerdem sollte der Generation Z viel Anleitung und Unterstützung geboten werden. Demzufolge sollen Unternehmen in die Rolle der Eltern als Helikopter-Eltern treten, die den „Grundsatz des Beschützens“ verfolgen.
    Sind Sie auch der Meinung?

    Für die Einarbeitung der Generation Y bieten sich verschiedene Elemente beispielsweise eine Einführungsveranstaltung, Peergroups, Paten und Mentoren, Abteilungsdurchläufe und auch Relocation Services an… Bieten diese auch der Generation Z einen Mehrwert?
    Haben Sie noch weitere Vorschläge, wie Unternehmen die Generation Z in Empfang nehmen und einarbeiten sollte?

    Gibt es Anhaltspunkte für den Auswahlprozess bei der Generation Z hinsichtlich Ablauf und Dauer?
    Ich danke Ihnen im Voraus!

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Frau Wilden,

      Ganz wichtig bei Ihrem Thema: Es ist nicht nur wichtig, was die Generation Z unbedingt möchte.Es ist auch und gerade wichtig, was das Unternehmen braucht und will.

      Deshalb sollte zwar beim Onboarding viel Struktur und Klarheit gegeben werden, aber auf keinen Fall das Gefühl vermittelt werden, dass Unternehmen die Helikopter-Rolle der Eltern weiterspielen. Denn sonst kommt das Unternehmen „nicht mehr aus der Nummer raus“.

      Bei Generation Z würde ich auf Paten und Mentoren genau aus diesem Grund verzichten. Statt dessen sollte es Ansprechpartner aus der gleichen Generation Z geben.
      Bei Generation Y kann es Paten und Mentoren aus älteren Generationen geben.

      Viel Spaß und Erfolg beim Erforschen der Generation Z!
      christian scholz

  19. Jasmin Reinhardt meint:

    Lieber Herr Prof. Dr. Scholz,

    erst einmal vielen Dank für das Angebot, Fragen zu Ihrem Forschungsgebiet zu beantworten!

    Im Rahmen meiner Master-Thesis beschäftige ich mich mit dem Thema „Transmedia Storytelling im Marketing unter besonderer Berücksichtigung des Konsum- und Mediennutzungsverhaltens der deutschen Generation Y“.

    Der Begriff „Transmedia Storytelling“ meint die Kreation einer markenspezifischen Geschichtenwelt mit mehreren unterschiedlichen Stories, die auf mehreren aufeinander abgestimmten Kanälen verbreitet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Interessen der Konsumenten, die über die Identifikation mit der Geschichtenwelt eine fast unbemerkte Bindung zur Marke aufbauen.

    1.) Ist Ihnen der Begriff Transmedia Storytelling innerhalb Ihres Forschungsgebietes schon einmal begegnet und wenn ja, in welchem Zusammenhang (ggf. als Abgrenzung zu crossmedialen Kampagnen)?

    2.) Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an Transmedia Storytelling und welchen Zweck kann es im Kontext Marketing und Kommunikation bei der Generation Y erfüllen, gerade mit Fokus auf die „neuen Medien“?

    3.) Müssen Unternehmen bezüglich Ihrer Kommunikation umdenken, um die Zielgruppe mit ihren Marken und Produkten überhaupt noch zu erreichen z.B. im Hinblick auf Informationsüberlastung und technischen Fortschritt? Wie ist dies möglich?

    4.) Wie müssen Ihrer Meinung nach Unternehmen agieren, um Relevanz bei der Zielgruppe zu schaffen?

    5.) Führt das sich im Wandel befindende Mediennutzungsverhalten zu einem anderen Konsumverhalten (Impulskäufe, Empfehlungsmarketing etc.)?

    6.) Welchen Anspruch/welche Erwartungshaltung hat die Generation Y an Marken und Unternehmen? Was kann zu einem Kaufimpuls, was zu erhöhter Kundenbindung führen? Hat sich das Verhältnis Kunde/Unternehmen verändert?

    7.) Nennen Sie zwei Unternehmen (gerne mit Beispielen von Kampagnen), denen eine zielgruppenrelevante Kommunikation gelingt und eines, welches Schwierigkeiten hat, an den kommunikativen Erfolg vergangener Jahre anzuschließen.

    Falls Sie Interesse an meiner Forschungsfrage haben, würde ich mich über einen detaillierteren persönlichen Austausch riesig freuen!

    Nochmals ganz herzlichen Dank und viele Grüße
    Jasmin Reinhardt

    • Christian Scholz meint:

      Hallo und danke für die umfassenden Fragen.
      (1) Transmediales Storytelling kenne ich weniger als Konzept aus der Generation Y/Z. Es ist aber aus dem Medienmanagement bekannt. Dort tauchte es schon in Konferenzen ( immaa.org ) auf.
      (2) Transmedial bezieht sich meiner Meinung nach darauf, eine Story im Zeitablauf zu erzählen, während grossmedial mehr die Verteilung einer Handlungspunktes über mehrere Medienarten impliziert. Das wird aber nicht einheitlich definiert.
      (2/3) Wichtig ist der Unterschied zwischen Y und Z: X arbeitet mit weniger Kanälen als Y. Das hat zwangsläufig Einfluss auf das Storytelling.
      (4) Bei Y ist es Innovation, bei Z Effizienz.
      (5) Zwangsläufig: Gerade Z orientiert sich extrem an Empfehlungen. Das ist bei Y weniger ausgeprägt, die mehr nach Informationen quer durch unterschiedliche Medien sucht.
      (6) Generation Y orientiert sich generell eher an Marken als es Generation Z tut. Deswegen erwartet Generation Y von Marken eine hohe (breite) emotionale Aufladung, während die Generation Z eher eine (kleinere) funktionale Value Proposition erwartet.
      (7) Unternehmen nenne ich nur ungern …. also eher nicht.
      Viel Erfolg bei Ihrer Master-Thesis. Wenn sie fertig, lassen Sie mich / uns alle wissen, was Sie herausgefunden haben!
      mfGr
      christian schiolz

  20. Javier Meder meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,

    über ein Interview von Ihnen in der AHGZ bin ich auf Ihr Buch gestoßen und habe mich dazu entschlossen meine Bachelorthesis dem Thema Generation Z zu widmen.
    Als dualer Student der DHBW Ravensburg interessiert mich die zukünftige Auswirkung der Generation Z auf das Gastgewerbe.
    Meine Thesis untersucht empirisch den Abdeckungsgrad der Bedürfnisse der Generation Z als Arbeitnehmer in der deutschen Hotellerie.
    Hierzu richtet sich auch meine Frage an Sie.

    Über Ihr Buch konnte ich bereits relevante und markante Änderungen der Arbeitsbedürfnisse der Generation Z feststellen (klar definierte Privatsphäre, konstante/geregelte Arbeitszeiten, Selbstverantwortung (don´t manage me), Feedbackkultur, Bevorzugung transaktionaler Führung, Fixlohn).

    Um den Fragebogen gezielter aufbauen zu können möchte ich Sie fragen, ob Sie mir noch spezielle nicht genannte Veränderungen in der Bedürfniss- bzw. Wertestruktur der Generation Z als Arbeitnehmer nennen können die sich insbesondere auf das Gastgewerbe auswirken.

    Vielen Dank für diese Kontaktmöglichkeit
    Javier Meder

    • Christian Scholz meint:

      Hallo nach Ravensburg,
      danke für Ihre Frage. Also: Die zentralen Punkte haben Sie alle schon genannt.
      Da kann ich Ihnen nicht viel mehr helfen. Nur: Am wichtigsten für Ihren Untersuchungsbereich (Hotellerie) sind nach meinen Informationen dabei nicht nur (a) klare Arbeitszeitregelungen,sondern auch (b) Systeme, die ad-hoc-Verschiebungen von Arbeitszeit und Aufgaben weitgehend reduzieren. Ausserdem spielt (c) das Gefühl der Gerechtigkeit eine wichtige Rolle: Wenn andere bei ähnliche Leistung anders behandelt werden, dann führt das vor allem bei der Generation Z zu Frust, die sowieso schon keine feine Differenzierung von Bewertungen möchte.
      Viel Erfolg bei Ihrer Thesis!
      mfGr
      christian scholz

  21. Lena Watzke meint:

    Sehr geehrte Herr Prof. Dr. Scholz,

    ich studiere seit Oktober 2012 berufsbegleitend an der FHDW in Bielefeld Betriebswirtschaft.
    Den Abschluss soll nun die Bachelorarbeit bilden. Das Thema dieser Arbeit soll wie folgt lauten: Konzeptionierung einer Karrierewebseite bezogen auf die Generation Z. In meinem Praxisteil würde ich gerne die CUBE-Formel benutzen und bereits drei vorhandene Karrierewebseiten bewerten, um anhand dieser Ergebnisse eine Handlungsempfehlung zu entwickeln – auch wieder unter Berücksichtigung der vier Bewertungskategorien.
    Besteht die Möglichkeit, dass Sie mir Ihren Kriterienkatalog und weitere Informationen zur Methodik und dem Bewertungsschema für meine Ausarbeitung zur Verfügung stellen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Lena Watzke

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Frau Watzke,
      danke für die Mail und Ihr Interesse an CUBE und Generation Z.
      Also:
      (1) Allgemeine Information finden Sie auf http://cube-formel.de .
      Das Material dort ist zwar nicht neu, aber noch immer für die Grundidee der CUBE-Formel aktuell. Für Sie wichtig: Im Anhang A2 der (wirklich guten!) Arbeit von Frau Tanja Laub finden Sie den generellen Kriterienkatalog.
      (2) Was aber aktuell wichtig ist, das ist die Übertragung auf die Generation Z. Dafür gibt es bei uns im Institut noch keinen umfassenden Vorschlag. Aber: Es gibt einen Aufsatz dazu, nämlich „Candidate Experience der Generation Z“, in HR Performance (Recruiting Tomorrow 2016), 18-20, (gemeinsam von mir und Thea Hartig geschrieben), auch als PDF hier -> hier verfügbar.
      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
      mfGr
      christian scholz
      PS Geben Sie doch mal hier im Forum Feedback, was Sie herausgefunden haben ……

  22. M. Wilden meint:

    Sehr geehrte Herr Prof. Dr. Scholz,
    welches sind die wesentlichen Attraktivitätsfaktoren von Arbeitgebern für die Generation Z?
    Wie kann man sich als Arbeitgeber für diese attraktiv machen und dies über die Arbeitgebermarke kommunizieren?

    Viele Grüße
    M. Wilden

    • Christian Scholz meint:

      Hallo …

      also, wenn ich drei auswählen sollte, wären es diese vier Faktoren:

      1. Arbeitsplatzsicherheit
      2. strukturelle Klarheit
      3. Work-Life-Separation
      4. eigener Schreibtisch (ohne Open Office)

      tja, und als Arbeitgeber braucht man eigentlich nur noch diese vier Faktoren umsetzen und dann diese Umsetzung kommunizieren.

      mfGr
      christian scholz

  23. Magdalena Faltner meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,
    ich schreibe zurzeit meine Bachelorarbeit an der Uni Brixen/Südtirol, über die Entwicklung der Unternehmenskommunikation durch den Einfluss von Social Media. Da die Generation Z mit dem Internet aufwachsen, sind sie prägend für die Veränderung, deshalb würde ich Ihnen gerne drei Fragen stellen:
    – Wie hat sich das Kommunikationsverhalten mit der Generation Z verändert?
    – Welche Auswirkungen wird der Einstieg in die Arbeitswelt der Generation Z auf die Unternehmenskommunikation haben?
    – Wie verhaltet sich die Generation Z in den sozialen Medien?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Mit den besten Grüßen aus Südtirol,
    Magdalena Faltner

    • Christian Scholz meint:

      Einen schönen guten Abend nach Brixen,
      nun, das sind drei recht weitgehende Fragen. Ich versuche mal einige „Antworten auf den Punkt“:

      (1) Die Generationen Z und Y sind zwar die ersten gewesen, die neue Medien umfassend nutzen, aber inzwischen haben die anderen Generationen „aufgeholt“: Das Kommunikationsverhalten hat sich also generell nicht stark durch die Generation Z verändert, sondern durch die Technik. Inzwischen kommunizieren alle Generation über Facebook, WhatsApp, twitter; allenfalls Snapchat scheint noch etwas Z-spezifisch.

      (2) Hier hat die Generation Z einen ganz wichtigen und aktuell noch massiv unterschätzten Einfluss: War die Generation Y noch rund-um-die-Uhr in betriebliche Kommunikationsprozesse integriert (Work-Life-Blending), ist die Generation Z die erste Generation, die ganz klar die technischen Möglichkeiten zur betrieblichen Kommunikation in der Freizeit zunehmend ablehnt (Work-Life-Separation). Sie stellt sich damit unbewusst gegen die globalen Bewegungen in Richtung auf eine „Digitale Transformation“ der Wirtschaft – und das ist auch gut so!

      (3) unbekümmert – selektiv – videobasiert

      … ich hoffe, das hilft etwas!

      MfGr aus Oberösterreich,
      christian scholz

  24. Manuel Plankl meint:

    Sehr geehrter Professor Scholz,

    Im Rahmen meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit dem Bereich Personalmanagement und der Generation Z. Insbesondere besteht das Ziel meiner Arbeit darin, einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, der Personalmaßnahmen enthält, die speziell auf die Generation Z abgestimmt sind.

    Um eine möglichst breite Basis an Quellen einfließen zu lassen, würde ich gerne ein paar Expertenmeinungen zu der Thematik einholen.
    Da Sie sich intensiv mit der Generation Z beschäftigen, würde mich Ihre Meinung zu dem Thema sehr interessieren.

    1. Generation Z zeichnet sich durch die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in allen Lebensbereichen aus. Fallen Ihnen personalpolitische Maßnahmen ein, die dieser Eigenschaft entgegenkommen?

    2. Generation Z zeichnet sich durch eine klare Trennung von Arbeit und Privatleben aus. Sehen Sie darin Konfliktpotenzial in Bezug auf das Personalmanagement?

    3. Kennen Sie Personalmaßnahmen in Ihrem Unternehmen (oder in anderen Unternehmen), von denen Sie denken, dass sie speziell auf die Bedürfnisse von Generation Y oder Z ausgerichtet sind?

    4. Wie denken Sie, werden andere Generationen innerhalb eines Unternehmens auf die neue Generation Z langfristig reagieren?

    Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören und bedanke mich vorab für Ihre Hilfe und Unterstützung!

    Mit freundlichen Grüßen
    Manuel Plankl

    • Christian Scholz meint:

      Einen schönen guten Abend Herr Plankl,
      zu Ihren fünf Fragen und Ihrem durchaus anspruchsvollen Ziel für Ihre Arbeit.
      ad 1: Hier ist eine beliebte Falle versteckt. Man könnte nämlich auf die Idee kommen, breite Kommunikation über Social Media als Inhalt der Personalpolitik zu machen. Genau das wäre aber fatal. Deshalb würde ich vorschlagen, (1) in der Personalpolitik klar zu machen, dass derartige Kanäle in der Freizeit nur in Ausnahmen verwendet werden dürfen. Und (2) sollte man keinen Information Overkill betreiben, sondern sich auf zentral-definierte Kanäle begrenzen.
      ad 2: Nein. Das lässt sich lösen – muss aber als berechtigter Wunsch der GenZ akzeptiert werden.
      ad 3: Als UniProf habe ich kein Unternehmen. Hier wäre es schön gewesen, den Text Ihrer Serienmail etwas zu individualisieren. (Typischer Fehler der Generation Z ….)
      ad 4: Positiv. Sie werden das Gedankengut kopieren.
      Viel Erfolg und posten Sie doch an dieser Stelle nach Abschluss Ihrer Arbeit Ihre zentralen Erkenntnisse.
      mfGr
      christian scholz

  25. Martin meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    jeder spricht derzeit über die Generation Z und auch Unternehmen reagieren wohl auf diese Entwicklung.

    Exakt hieraus zielt meine Frage ab: Beschäftigt sich das derzeitige HR Management derzeit noch eher mit Generation Y oder eher mit Generation Z?
    In meinen Augen sollte man weiterhin beide Generationen Im Blick haben, da beide wichtig für ein Unternehmen sind.

    Herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort!

    Viele Grüße,

    Martin

    • Christian Scholz meint:

      Guten Abend,
      da gibt es eine eindeutige Antwort: Die meisten Unternehmen beschäftigen sich unbewusst nahezu ausschließlich mit dem Typ „Generation Y“.
      Es gibt aber – vor allem bei Auszubildenden – erste Ansätze, auch über die „Generation Z“ nachzudenken.
      Richtig wäre aber – wie Sie schreiben -, dass man sich explizit und differenziert auf beide Generationen einstellt: Hier kenne ich aber nur wenige positive Ausnahmen.
      in diesem Sinne: Einen schönen Arbeit!
      mfGr
      christian scholz
      PS Wie lief Ihre Hausarbeit vom letzten Jahr? (siehe oben in diesem Forum).

      • Martin meint:

        Hallo Herr Prof. Dr. Scholz,

        die Arbeit lief gut! Ich konnte gut darstellen,d ass es zwingend die Notwendigkeit gibt sich mit der Thematik Generation Z auseinanderzusetzen. Gleichwohl deuteten jedoch meine Gespräche darauf hin, dass die Unterschiede zwischen Generation Y und den Generation Z-Part-Time Students geringer ausfielen als erwartet. Es viel auf, dass die Befragten sich zu teilen doch deutlich über den beruf definieren.
        Das Ergebnis beschäftigte mich, weshalb ich nun meine Master Arbeit darauf ausrichte.

        Ihnen alles Gute!

        Martin Jedrzejowski

  26. Martin meint:

    Hallo Herr Prof. Dr. Scholz,

    vor einem Jahr habe ich Ihnen bereits eine Anfrage zukommen lassen zum Thema Generation Z.
    An dieser Stelle nochmals danke für Ihre Antwort.

    Wie Sie an meiner Mail sehen. Die Generationen interessieren mich weiterhin und ich habe mich dazu entschlossen meine Masterarbeit über die Generation Z zu schreiben.

    In der Literatur wird oft darüber geschrieben, dass die Gen Z die Arbeitswelt vereinnahmen wird.
    Leider wird sehr selten Stellung dazu genommen, ob die HR Abteilungen trotz der Literatur weiterhin auf die Generation Y fokussiert sind, oder ob deren Augenmerk nun der Generation Z geschenkt wird.
    Ich habe gerade diese Anfrage auch als Studentenanfrage gestellt. Jedoch erhielt ich einen Fehlercode, weshalb ich meine Anfrage nochmal via Mail an Sie richte.

    M.E. müsste das HR Management auf beide Generationen abzielen, da ja beide miteinander arbeiten müssen.
    Ist denn aber bereits erkennbar, dass die Personalabteilungen einen „Wandel“ durchleben und offen für die neue Generation sind, doer sind diese noch zu sehr „Generation Y“ lästig aufgestellt in ihrem tun und Werbeverhalten?

    Ich hoffe meine Frage ist verständlich dargestellt 🙂

    Ihnen alles Gute und bereits vorab vielen Dank für Ihre Hilfe!

    Viele Grüße,

    Martin

    • Christian Scholz meint:

      Hallo …. wo der Fehlercode herkommt, kann ich nicht erkennen, denn der Text erscheint korrekt auf der Webseite. Ebenso meine Antwort.
      mfGr
      christian scholz

  27. Maximilian Marks meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    darf ich mich kurz bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Max, ich studiere Staatswissenschaften an der Universität Passau und schreibe gerade an meiner Bachelorarbeit.

    Meine Forschungsfrage der Arbeit lautet: „Ist die politische Kommunikation schon heute im Bereich Social Media auf die Generation Z vorbereitet?“

    Mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen „Generation Z und Politiker: Warum sie nicht zueinander finden“.

    Jetzt hätte ich dennoch zwei Fragen an Sie und würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Zum einen sagen Sie, dass für Generation Z Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter „out“ sind. Woran machen Sie diese Aussage fest und wie würden Sie das begründen?

    Die zweite Frage wäre: Wenn es so ist, dass Generation-Z sich nicht auf diesen Plattformen aufhalten möchte, wie sollte dann Ihrer Meinung nach Social Media für Generation- Z aussehen?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit den besten Grüßen,

    Max

    • Christian Scholz meint:

      Hallo und Danke für die zwei Fragen.

      zur ersten Frage: Man hört immer wieder von der GenZ Facebook und (besonders) Twitter „Out“ sind. Das zeigen auch die Studien. Grund: Facebook ist zu komplex und „zu viel“; ausserdem fühlt es sich doch irgendwie „zu offen“ an. Twitter ist zwar nicht komplex, aber eine zu „unterrichtete“ Kommunikation.

      zur zweiten Frage: Aktuell (und das kann sich natürlich ändern) ist neben WhatsApp auf jedenfalls YouTube das absolute Medium der Wahl. Und wenn das ganze dann nicht kurz, prägnant, authentisch und markant ist, dann wird daraus eine runde Sache.

      Ich hoffe, das hilft etwas.
      Viel Erfolg bei ihrer Bachelorarbeit.

      mfGr
      christian scholz

  28. Marina Bender meint:

    Schönen guten Tag Prof. Dr. Scholz,

    ich bin Studentin der FOM und schreibe gerade meine Thesis über die Generation Z.

    Dabei habe ich Ihr Buch *Generation Z, Wie sie tickt ….* gelesen und habe eine kurze Rückfrage.

    Im Buch erwähnen Sie die vier Generationen (Baby Boomer, Gen X, Y und Z), in der Literatur wird jedoch häufig von fünf Generationen gesprochen, zusätzlich der Generation vor dem Baby Boomern, der Nachkriegsgeneration / Veteranen.

    Hat es einen Grund warum Sie diese Generationen ausser Acht lassen?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen,
    Vielen Dank vor ab,

    Marina Bender

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Frau Bender,

      Ja, richtig. Es gibt mindestens noch eine Generation, die durchaus wichtig ist: Hier handelt es sich um die sogenannte „Silent Generation“ als diejenigen, die von 1925 bis 1950 geboren sind.

      Ich habe diese Eltern der Babyboomer (und teilweise der Generation X) lediglich deshalb nicht aufgenommen, weil damit die Komplexität des Buches zu sehr angestiegen wäre. Zudem ist diese Generation deutlich anders als die vier anderen Generationen danach: zum einen wegen der Kriegsnähe, zum anderen wegen der noch extrem gering ausgeprägten Informationstechnologie.

      Also: Die Generation ist es wert, berücksichtigt zu werden. Nehmen Sie sie doch in Ihre Arbeit auf.

      mfGr
      christian scholz

  29. Cynthia Moser meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    ich bin Studentin an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und schreibe von Januar bis einschließlich April meine Bachelorthesis zu dem Thema „Generation Y – moderne Väter“.
    Sie wurden mir von meinem Vater empfohlen, der einen Ihrer spannenden Vorträge auf der Amtsleitertagung in Saarbrücken hören durfte. Ich wollte Sie fragen, ob Sie mir mit Ihrem kompetenten Wissen zu dem Thema Generation Y für ein Experteninterview zur Verfügung stehen würden?

    Ich wäre für Ihre Unterstützung äußerst dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Cynthia Moser

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Frau Moser,

      wie Sie ja schon von meiner Mitarbeiterin erfahren haben, bin ich zur Zeit im Forschungssemester unterwegs und daher wird’s nichts mit dem Experteninterview. Ausserdem beschäftige ich mich zur Zeit mehrheitlich mit der Generation Z.

      Trotzdem ein kleiner Hinweis für Ihre Arbeit: Ich würde sehr sorgsam zwischen Vätern der Generation Y und den Vätern der Generation Z unterscheiden (denn auch die gibt es beim Startpunkt der Generation Z = 1990 schon).
      Viel Erfolg!
      christian scholz

  30. Frau Krüger meint:

    Lieber Herr Prof. Dr. Scholz,
    erst einmal vielen Dank für das Angebot, Fragen zu Ihrem Forschungsgebiet zu stellen!
    Ich schaue mir die Werte und Erwartungen der Generation Z an, dass sie Kuratoren, Führung und eine Bindung benötigen.
    Ist das die Chance, für die Bundeswehr mehr Soldaten zu rekrutieren? Mit ihrer neuen Kampagne „Die Rekruten“ hat sich die Bundeswehr komplett auf Youtube konzentriert. Stärken finden, ans Limit gehen, echte Verantwortung haben und machen was wirklich zählt. Das sind die Werte der Bundeswehr, die meiner Meinung nach, Parallelen zu den Erwartungen der Generation Z aufweisen.
    Mich würde Ihre Meinung zu der Kampagne interessieren, ob die Generation Z sich angesprochen fühlt oder ob diese durch das hohe Bedürfnis nach Sicherheit, nicht für die Bundeswehr geeignet ist bzw. sich gar nicht erst angesprochen fühlen soll.

    Über eine Rückmeldung freue ich mich sehr!

    Freundliche Grüße,
    L. Krüger

    • Christian Scholz meint:

      Guten Morgen Frau Krüger,
      irgendwie habe ich Ihre Anfrage liegen gelassen – vor allem, weil es eine sehr schwere Frage ist.

      Trotzdem jetzt ein Versuch einer Antwort:

      (1) Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Bundeswehr attraktiv für junge Menschen wird, und zwar gerade wegen der „altmodisch“ wirkenden Werte wie Führung und Struktur. Deshalb sollte die Bundeswehr sich ganz genau überlegen, wo sie mit einem Mehr an Flexibilität und Offenheit auf Mythen zur Arbeitgeberattraktivität reagiert.
      (2) Von der youtube-Kampagne habe ich mir nicht viel angeschaut. Sicherlich ist aber youtube als Film immer attraktiv für die Generation Z. Ob es authentisch ist, das ist eine andere Frage. Da kann man sicher über etwas bessere (und billigere) Formen nachdenken.
      (3) Wenn Sie mit „Sicherheit“ körperliche und seelische Unversehrtheit in Kriegseinsätzen meinen, dann ist das ein möglicherweise kritischer Punkt. Hierzu kann ich aber weder beurteilen, wie groß die Gefahr objektiv ist noch weiß ich, wie groß die Gefahr subjektiv gesehen wird.
      Also: Hier muss man noch weiterforschen, weiterdiskutierten und sich intensiv-differenzierter mit der Generation Z beschäftigen.
      Danke für die Frage …. und ich bin gespannt auf Ihre Meinung zu diesen Fragen, die Sie ja hier eintragen können.
      mfGr
      christian scholz

      • Frau Krüger meint:

        Hallo Herr Scholz,
        vielen Dank für Ihre aufschlussreichen & interessanten Antworten!
        Ich werde mich weiter mit dem Thema beschäftigen. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Generation Z „leichter“ zu erreichen ist, als die Generationen zuvor, die die Verantwortung usw. nicht abgeben wollten.

        Freundliche Grüße,
        Krüger

  31. Marianne Kandert meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,

    vor einigen Jahren durfte ich Sie im Rahmen eines Vortrags für das Diakonische Werk Baden live erleben. Ihr Vortrag ist mir auch heute noch sehr eindrücklich in Erinnerung und sicher nicht unerheblich für die Wahl des Themas meiner Masterarbeit. 3 Fragen würde ich Ihnen gerne stellen:

    1. Generationengerechte Personalakquise und generationengerechte Mitarbeiterführung in der (Alten-)Pflege würde ich gerne zum Thema meiner Masterarbeit machen. Obwohl dieser Bereich besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist, kann ich spezifisch für diesen Bereich keine Publikationen finden. Kennen Sie Studien, Veröffentlichungen oder Best Practice Beispiele aus diesem Bereich?

    2. Im Zuge Ihres o.g. Vortrags erwähnten Sie, dass Sie im Saarland einmal selbst eine Studie in 9 Pflegeheimen durchgeführt haben. Darf ich fragen, wo diese Ergebnisse veröffentlicht sind?

    3. Was würden Sie Leitungskräften der (Alten-)Pflege im Hinblick auf die Generationenvielfalt raten, worauf gilt es hier im Vergleich zu anderen Beschäftigungssparten besonders zu achten?

    Ich danke Ihnen vielmals im Voraus, herzliche Grüße,
    M. Kandert

    • Christian Scholz meint:

      Guten Morgen Frau Kandert,
      danke für Ihre Mail und die Erinnerung an unsere damalige Veranstaltung. Zu Ihren drei Fragen:

      (1) So richtig viele gute Arbeiten kenne ich nicht. Ich vermute, da wissen Sie inzwischen mehr. Ich kann Ihnen vor allem diese Arbeit anbieten, von der ich aber nur den Titel kenne: Landau, L. 2015. Mitarbeiterbindung in Krankenhäusern: Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement der Generation Y und Generation Z. Hamburg: Diplomica Verlag GmbH. Indirekte Hinweise zu Ihrer Fragestellung können Sie aber sicherlich auch aus dieser Studie ziehen: http://www.bdc.de/generation-pippi-langstrumpf-auch-im-op-groesste-deutsche-studie-zu-drei-chirurgen-generationen-vorgestellt/ , die sich aber nicht auf den Pflegebereich bezieht.
      (2) Ja, das war eine Abschlussarbeit. Wenn Sie wollen, leite ich Ihre Anfrage an die Autorin der Arbeit weiter.
      (3) Hier ist aus meiner Sicht und aus Gesprächen mit Betroffenen erstens die (zeitliche) Planungssicherheit wichtig. Gift sind permanent neue Dienstpläne. Zweitens sind klare Strukturen (Zuständigkeiten) förderlich. Beide Punkte sind nach Herzberg Hygienefaktoren. Als Motivationsfaktor kommt drittens die persönliche und zinnstiftende Beziehung zu den (alten) Menschen hinzu.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer wichtigen Arbeit (und lassen Sie mal hören, was rausgekommen ist).
      mfGr
      christian scholz

      • Marianne Kandert meint:

        Sehr geehrter Herr Prof. Scholz,

        vielen herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort – es macht einfach auch Spaß, von Ihnen zu hören, wenn ich das so salopp formulieren darf. Und ja, ich würde mich freuen, wenn Sie meine Anfrage bez- Abschlussarbeit, die in den 9 saarländischen Pflegeheimen durchgeführt wurde, an die Autorin weiter leiten würden.

        Noch alle guten Wünsche für ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017, Marianne Kandert

  32. Pingback: Eine interessante Frage …. « Die-Gen eration-Z

  33. Dolores Mann meint:

    Guten Tag Herr Prof. Dr. Scholz,

    seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der ‚Generation Z‘ vor allem im Hinblick auf deren Lernverhalten.
    Ich bin im Ausbildungsbereich tätig und merke, dass eine enorme Ablenkung – bedingt durch Smartphone & Co. – besteht. Darüber hinaus leidet die Konzentration und das Durchhaltevermögen der jungen Leute.
    Somit möchte ich Ihnen gerne folgende Fragen stellen:
    1) Wie erleben Sie das Lernverhalten der Gen. Z?
    2) Wie kann man diese ‚Aufmerksamtkeitskiller‘ in den Griff bekommen?
    3) Wie lernt die Gen. Z?
    4) Welche Lehr-/Vermittlungsstrategien können Sie empfehlen?

    Über eine Rückmeldung freue ich mich und danke Ihnen bereits im Voraus. Schöne Grüße aus dem Norden.

    D. Mann

    • Christian Scholz meint:

      Guten Abend Frau Mann,
      danke für die Mail.

      Zu Frage 1 und 3:
      Ja, die Generation Z hat eine sehr niedrige Aufmerksamkeitsspanne (bekanntlich angeblich kürzer als bei einem Goldfisch). Was sie gerne hat: Stark strukturierten Lehrstoff, der unmittelbar in Prüfungskompetenz transportierbar ist. Genau das beginnt aber das Problem: Auch wenn es nicht mainstream ist, halte ich nichts davon, allen Wünschen der Generation Z nachzugeben. Das gilt auch und gerade für das strukturierte Lernen.
      Zu Frage 2:
      Genau deshalb ist es auch nicht primär unsere Aufgabe, Aufmerksamkeitskiller in den Griff zu bekommen. Natürlich kann und soll man durch etwas Edutainment und vernünftig aufbereiteten Stoff Aufmerksamkeit und Interesse wecken. Wir sind aber nicht für alles verantwortlich und müssen auch nicht alles akzeptieren: Deshalb sollte in Gruppen unter 50 Personen generell Social Media verboten und Internet auf konkrete Aufgaben beschränkt werden. (Die Zahl 50 bedeutet nicht, dass es darüber okay ist. Es ist nur nicht mehr vernünftig kontrollierbar).
      Zu Frage 4:
      Was ist weniger machen würde, ist co-creation, also die (fast schon permanente) gemeinsame Erarbeitung von Lehrstuhl und diversen anderen Fragen.
      Was ich machen würde: Klare Trennung zwischen den verschiedenen Formen (z.B. Top/down-frontal vs co-creation). Und ich würde stark auf das Erstellen von „Selbst-Lern-Videos“ zum (klar definierten) Lernstoff setzen, die dann (wenn sie wirklich gut sind) auf YOuTube landen dürfen. Aber nur dann.
      Ansonsten: Das Thema Generation Z zum Unterrichtsstoff machen!
      MFG und viel Spass mit unserer Generation Z
      christian scholz

  34. Burcu Dag meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    derzeit bin ich dabei meine Bachelorarbeit zum Thema „Aufbau einer identitätsbasierten Markenpersönlichkeit zur Entgegenwirkung der abnehmenden Markenloyalität der Generation Z“ zu schreiben.
    Hierbei ist ihr Buch über die Generation Z eine sehr wichtige Quelle für mich. Während des Verfassens der Thesis haben sich dennoch einige Fragen ergeben, bei deren Beantwortung ich sehr auf Ihre Unterstützung hoffe.

    Fragen:
    1) „60 Prozent der Jugendlichen wollen Marken unterstützen, die hinsichtlich Menschenrechtes und Gleichstellung dieselbe Position wie sie vertreten. 49 Prozent von ihnen würden mehr für ein Produkt bezahlen, das zu ihrem angestrebten Image passt. 77 Prozent mögen Werbung, die echte Menschen in echten Situationen zeigt. Die Werbeillusion von Perfektion ist nicht mehr angesagt, meinen 65 Prozent.“
    Quelle: https://www.wuv.de/medien/so_tickt_die_generation_z

    Diese Aussagen wurden im Rahmen der Studie von der US-Agentur Barkley erhoben und sind der Grund weshalb ich es für relevant hielt zu untersuchen, ob die Markenloyalität der Gen Z über die Markenpersönlichkeit gesteuert werden sollte. Mein Gedankengang war hierbei: Wenn Marken dazu beitragen können, dass die Online-, sowie Offline-Persönlichkeit der Generation Z unterstützt bzw. ausgebaut werden, könnte eine verbesserte Konsument-Marke-Beziehung entstehen, die zur Loyalität führt. Wie ist Ihre Meinung zu dieser Aussage? Würden Sie sagen, dass in dieser Generation Markenloyalität überhaupt möglich ist? Macht die Entwicklung einer generationenspezifischen Markenpersönlichkeit für die Vertreter der Generation Z Ihrer Meinung nach Sinn?

    2) Sie betonen in Ihrem Buch, dass die Generation Z keinerlei emotionale Bindung zu Marken aufweist. Denken Sie, dass eine Ursache hierfür die fehlende Konsument-Marke-Identifikation sein könnte?

    3) Wie stehen Sie zu der Aussage: „Influencer Marketing als Schlüssel zur Markenloyalität der Gen Z“?

    Ich hoffe sehr, dass Sie sich die Zeit zur Beantwortung meiner Fragen nehmen können und bedanke mich im Voraus!

    Freundliche Grüße,
    Burcu Dag

    • Christian Scholz meint:

      Einen schönen guten Abend Frau Dag,

      sorry, für die etwas verspätete Antwort. Also:

      1) Im ersten Absatz sieht man schön, wie die Generation Z tickt: Es geht ihr weniger um die Marke, als um das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung. Hier sind allerdings Attribute wie fair, nachhaltig etc. wichtig.
      Konkret zu Ihrer Hypothese: Ich sehe weiterhin keine unmittelbare Beziehung hinsichtlich der Bindung von Generation Z an eine Marke. Was aber – und darauf läuft ihre Argumentation hinaus – zumindest nicht ausgeschlossen ist: Die Marke selber liefert beim Konsumenten eine Funktionalität in Richtung auf Vermittlung des Gefühls, fair und nachhaltig zu kaufen. Also: Nach dieser Logik würde ich vielleicht ein neues MacBook nicht deshalb kaufen, weil ich generell Apple als Hersteller von beeindruckenden Geräten schätze, sondern weil ich weiß, dass Apple nachhaltig und fair produziert. (Nun ja, hier hinkt mein Beispiel etwas). Und damit lade ich meine Persönlichkeit mit diesen (nicht unmittelbar produktbezogenen) Merkmalen auf. Demnach wäre eine Z-spezifische Markenbildung nicht ausgeschlossen.
      Lange Rede, kurzer Sinn: Denkbar ja, plausibel auch, trotzdem müsste man das allerdings empirisch überprüfen.

      2) Aus meiner Antwort zu 1) ergibt sich die Antwort „ja!“ (aber im Sinne von „könnte“).

      3) Da die Generation Z extrem stark für das Kuratoren-Konzept empfänglich ist, könnten man über Meinungsmacher arbeiten. Die müssten sich aber – anders als aktuell – mehr mit der Marke, als mit dem Produkt beschäftigen. Und sie müssten – wie in 1) ausgeführt – nicht-produktspezifische Attribute kommunizieren (siehe Apple). Das ist aber wesentlich komplexer, weil anders als bei den produktspezifischen Attributen (wie „der USB-C ist eine bescheuerte Erfindung, denn er produziert tonnenweise Anschlussprobleme“) setzt dies Kenntnisse von intendierten Markenattributen voraus. Nur, wenn es dumm läuft, wird es für den Influencer schwer (wie „Warum musste Apple den USB-C erfinden und tonnenweise Elektroschrott produzieren“).
      Lange Rede, kurzer Sinn: Denkbar ja, plausibel auch, aber nicht trivial zu gestalten.

      Ich hoffe, das hilft vielleicht ein klein wenig.
      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit – und wenn es schöne Ergebnisse gegeben hat, bitte melden!

      mfGr
      christian scholz

      P.S. Waren Sie eigentlich letzte Woche bei meinem Vortrag an der HS-Pforzheim??

  35. C. Kunz meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,
    ich bin in einem großen Unternehmen im Ausbildungsbereich tätig. Die Gen Z ist unsere Zielgruppe. Wir beschäftigen uns damit, wie die Gen Z lernt und sind dabei auf interessante Aussagen gestoßen. Bei Befragungen der Zielgruppe stellt sich raus, dass die Gen Z sehr gerne wieder mit Papier lernt. Tablets sind ein Hygienefaktor und motivieren auch nicht. Punktuelle Projekte haben gezeigt, das gerade nachhaltiges Lernen bei vielen Themen mit Tablets nicht sichergestellt ist. Wie sehen sie die Lernkultur und Lernmethoden der Gen Z? Papier hat durchaus seine Berechtigung….die Gen Z braucht im Berufsleben nicht alles digital. Die Gen Y ist in diesem Bereich viel extremer….ich freue mich auf Ihren Blick der Dinge! Danke!

    • Christian Scholz meint:

      Guten Morgen Herr Kunz,

      danke für die Anmerkungen. Sie stehen konträr zu dem Weg, auf dem viele Betriebe unterwegs sind. Trotzdem liegen Sie nach allen mir vorliegenden Informationen vollkommen richtig.

      Natürlich bringen die “neuen Medien” eine Vielzahl von Möglichkeiten mit sich. Meines Erachtens nach sollten wir – wie auch in Ihrem Beitrag beschrieben – konsequent und bewusst die Extrempunkte suchen:

      Stichwort Co-Creation. Ja, wie brauchen Freiräume, wo Auszubildende selber Lehrinhalte erarbeiten. Wir brauchen aber auch ganz klaren Frontal-Unterricht (Top-Down) für einheitliches und professionelles Wissen.

      Stichwort Edutainment: Ja, vieles soll Spaß machen. Aber es geht nicht nur um Spaß.

      Stichwort Prüfungen: Ja, wir sollen auf Prüfungen vorbereiten. Aber nicht nur. Wir dürfen uns nicht in ein Arbeiten mit Power-Point-Aufzählungspunkte reduzieren lassen.

      Und dann das Stichwort Digital: Ja, es gibt die Tablets. Aber es muss auch Papier geben. Ist es nicht grotesk, wenn Unternehmen immer die papierlose Arbeit fordern, dann aber viel Geld für Design Thinking zahlen, um „anderes Denken“ zu entdecken? Übrigens sind auch klassische Notizbücher im Sinne von Tagebuch ein gutes Hilfsmittel.

      Gerade die Generation Z will und kann und soll auch in der analogen Welt lernen/arbeiten/leben. Sie kann auch gefordert werden. (Genau das machen wir extrem bei mir an der Uni, in dem wir zum Beispiel mit Kunst und Theater arbeiten -> http://www.orga.uni-sb.de/bwlkunstseminar/ ).

      Also: Danke für Ihren Beitrag. Und: Weiter an den extremen Rändern arbeiten! Vor allem aber (um in der Sprache der Generation Z zu bleiben): Bitte Ihre Erfahrungen und Überlegungen „sharen“!

      MFG und weiterhin viel Spaß & Erfolg mit unserer Generation Z!
      christian scholz

      • C. Kunz meint:

        Vielen Dank für das schnelle Feedback. Das hilft uns weiter!
        Ich kann die Erkenntnisse gerne „sharen“
        Gruß,
        C. Kunz

        • C. Kunz meint:

          Da habe ich gleich noch eine Frage ☺️. Für bestimme Ausbildungsberufe oder Studiengänge würden wir aus der Zielgruppe nicht die klassischen GenZ’ler ansprechen wollen, sonder die auch z. B. eine Reisebereitschaft haben, Karriereorientiert sind, sich in Großraumbüros wohlfühlen etc. Ist so etwas realistisch? Ich denke das ist aus der Zielgruppe nur ein geringes Nischensegment. Würden Sie dieses Vorgehen unterstützen, aufgrund der Bedarfe? Ist das erfolgversprechend….? Danke für ihre Hilfe und Unterstützung.

          • Christian Scholz meint:

            Wenn die Gruppen klar getrennt sind und sich nicht treffen, dann kann man neben der GenZ auch auf das Retro-Y-Muster setzen. Ob man aber damit besser fährt, müssten Sie ausprobieren. Machen Sie doch eine Langzeitstudie über 5 Jahre und vergleichen Y mit Z.

  36. Regina Metzler meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,
    Ich bin Studentin an der Hochschule Worms und studiere im 6. Semester Tourismus und Verkehrsmanagement. Zurzeit schreibe ich meine Bachelorthesis mit dem Titel „Vermeidung der Generationenkollision – Personalentwicklungskonzepte für Reiseveranstalter“. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Generation Z als der neue Arbeitnehmertypus zum einen, und zum anderen den Best Agern als die neue Zielgruppe für Reiseveranstalter. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird es für die Tourismusbranche diese interessante neue Zielgruppe geben, mit ihren ganz eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen. Gleichzeitig stehen Unternehmen der Generation Z gegenüber und müssen sich ebenfalls auf ihre Einstellung und Ansprüche vorbereiten/umstellen.
    1. Wie beurteilen Sie das Lernverhalten der Generation Z?
    2. Wie können Reiseveranstalter (oder allgemein: Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche) die GEN Z weiterbilden, um eine möglichst optimale Ansprache ihrer neuen Zielgruppe zu gewährleisten?
    3. Welche Personalentwicklungskonzepte würden Sie Reiseveranstaltern besonders empfehlen? (hier hätte ich im ersten Schritt das Mentoring erwähnt, im Hinblick darauf, dass das Wissen und Know-How im Unternehmen bleibt und soft skills trainings/seminare für die Gen Z, denn ich würde behaupten, dass aufgrund des „Lebens in einer digitalen Welt“ die sozialen Kompetenzen vernachlässigt werden)
    4. Glauben Sie überhaupt, dass es angebracht ist, von einer möglichen Generationenkollision (Mitarbeiter 20 Jahre alt VS. Best Ager 55 Jahre alt) zu sprechen und dass die Dienstleistungsqualität darunter leiden könnte oder ist dies zu überholt?
    5. Die Generation Z ist in das digitale Zeitalter hineingeboren worden und kennt ein Leben ohne Internet nicht. Welche Auswirkungen hat das Ihrer Meinung nach auf die Personalentwicklung?

    Ich hoffe Sie finden die Zeit und können mir meine Fragen beantworten. Über Ihre Rückmeldung freue ich mich sehr und danke Ihnen vielmals im Voraus!

    Freundliche Grüße aus Worms
    Regina Metzler

    • Christian Scholz meint:

      Guten Morgen Frau Metzler,

      (1) Sie sucht klare Struktur und eine prüfungsbezogene Stoffaufbereitung.

      (2) Man sollte sich vor allen einfachen Erfolgsrezepten hüten. Wichtig ist, die Generation Z in ihrer Logik zu verstehen.

      (3) Mentoring ist sicherlich gut, aber ausschließlich durch Vertreter der Generation Z. Ansonsten sind komplexe und langatmige Programme zu vermeiden: Lieber etwas Kleinteiliges.

      (4) Auch das ist differenziert zu beachten: (a) hängt von der konkreten Dienstleistung ab und (b) sollten Sie die gesamte Konstellationenvielfalt durchgehen. Figurensets von Games Workshop können Babyboomer and Gen Z verkaufen und umgekehrt auch. Bei Urlaubsreisen ist das schwieriger.

      (5) Die Generation Z erwartet zunächst immer eine digitale Personalentwicklung, ist dann aber bei guter Umsetzung positiv überrascht, wenn sie etwas analoges bekommt.

      Ihnen bei Ihrer Arbeit viel Erfolg! & mfGr
      christian scholz

  37. Fabian Lüdemann meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    im Rahmen unserer Bachelor-Thesis beschäftigen wir, Stephanie Schultz und ich, uns mit dem generationsbezogenen Employer Branding und dessen Bedeutung für den deutschen Mittelstand. Im Rahmen einer systemischen Aufstellen kamen wir auf folgende Forschungsfrage: „Welche Anforderungen gehen mit der Etablierung einer Arbeitgebermarke mittelständischer Organisationen einher, um junge ‚High Potentials‘ der Generation Z auf sich aufmerksam zu machen?“

    Aufgrund des konzeptionell-qualitativen Charakters der benannten Forschungsmethode nehmen wir bewusst Abstand vom Begriff der wissenschaftlichen Hypothese und fokussieren uns vielmehr auf die Betrachtung erkenntnisleitender Thesen. Quintessenz war es, einen neuen Zugang zur Thematik der Generation Z zu finden; einen blinden Fleck.

    Der Aufbau bzw. die Struktur dieses Kapitels sieht wie folgt aus: Zuallererst möchten wir den Ursprung der jeweiligen These kurz skizzieren und anhand des vorliegenden Datenmaterials aufzeigen, aus welchen Sequenzen diese hervorgehen. Dann folgte eine Beschreibung der bereits in der Literatur zu findenden Ansätzen, soweit möglich. Abschließen möchten wir die einzelnen Thesen mit einer kurzen Einschätzung Ihrerseits und einem Ausblick weiteren Forschungsbedarfs unserseits.

    Bezug nehmend auf die Mail von Frau Lisa Grotefend möchten wir die Chance nutzen und Sie um Ihre fachkundige Einschätzung der nachstehenden Thesen – mit Blick auf die Generation Z – bitten:

    Würden Sie diesen Thesen zustimmen? Wenn ja/nein, warum?

    Erachten Sie diese Thesen als überraschend bzw. innovativ? Wenn ja/nein, warum?

    These 1
    Zwischen den heterogenen Generationen mit ihren eigenen Werten und Vorstellungen besteht grundsätzlich kein Generationskonflikt.

    These 2
    Die Generation Y ist für die nachkommende Generation Z ein Vorbild.

    These 3
    Die Stärke mittelständischer Organisationen stößt bei der Generation Z auf Desinteresse.

    Wir bedanken uns im Voraus und verbleiben

    mit besten Grüßen aus dem Norden

    Fabian Lüdemann
    Stephanie Schultz

    • Christian Scholz meint:

      Hallo und guten Abend!

      Interessante Thesen. Ich würde sie eher nicht unterschreiben, was aber nichts daran ändert, dass sie stimmen können. Hier meine Überlegungen dazu:

      Zu Ihrer These 1: Also ob es „grundsätzlich“ kein Generationskonflikt gibt, bezweifele ich. Dafür kenne ich auch keine empirische Befunde. Was wir wissen: Die Werte- und Verhaltensmuster sind durchaus unterschiedlich. Daraus leitet sich nicht immer ein Konflikt ab. Er ist aber auch nicht auszuschließen. Was man aber diskutieren kann ist, ob die Konflikte immer negativ sind. Sie können positiv ausgelebt werden.

      Zur Ihrer These 2: Dazu klarer Widerspruch. Die Generation Z will ganz sicher nicht so werden, wie sie die Generation Y sieht. Sie strebt eher – aufgrund der negativen Perzeptionen . nach dem exakten Gegenteil.

      Zu Ihrer These 3: Ja, das ist so. Vielleicht sogar noch mehr: Der Mittelstand ist kein Employer of Choice. Aber: Das kann der Mittelstand ja ändern. Und dazu wird sicherlich auch Ihre Arbeit beitragen.

      Also: Keine volle Zustimmung. Aber etwas „andere“ Thesen sind immer interessant. Bleiben Sie ruhig dabei- Nur begründen Sie sie substanziell.

      mfGr
      christian scholz

  38. Julia Schmidt meint:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Scholz,

    zunächst einmal vielen Dank, dass Sie in diesem Rahmen die Möglichkeit eröffnen, Antworten auf Fragen rund ums Thema Generation Z zu erhalten. Derzeit schreibe ich meine Bachelorarbeit über die Generationen Y und Z bezogen auf die Herausforderungen, die die beiden Generationen für mittelständische Unternehmen darstellen und wie mittelständische Unternehmen darauf bezugnehmend ein erfolgreiches Recruitment und Retention Management für Nachwuchskräfte gestalten können. Gerne wüsste ich in diesem Zusammenhang:

    1) Wie sind die Generationen Y und Z grundlegend voneinander zu unterscheiden? Bzw. sind spezifische (unterschiedliche) Eigenschaften bezogen auf die Gestaltung des Recruitments und Retention Managements besonders zu beachten?

    2) Wie wird der demographische Wandel aus Sicht der Generationen wahrgenommen?

    3) Welche generellen Anforderungen stellen die Vertreter der Generationen jeweils an ein Unternehmen und vor welche Herausforderungen stellt dies insbesondere den Mittelstand?

    4) Welche Stärken und Schwächen weisen mittelständische Unternehmen aus Sicht der Generationen und deren Anforderungen auf?

    5) Wie kann ein mittelständisches Unternehmen, das Interesse potentieller Nachwuchskräfte wecken und diese für sich gewinnen?

    6) Welche Aspekte sind für Mittelständler besonders zu beachten, um Retention Management für Nachwuchskräfte erfolgreich zu gestalten?

    Über eine Rückmeldung Ihrerseits freue mich sehr.

    Vielen Dank für Ihre Mühe schon im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julia Schmidt

    • Christian Scholz meint:

      Guten Abend Frau Schmidt.
      also:
      1) Zentraler Unterschied:
      Generation Z = mehr Streben nach Struktur
      Generation Y = mehr Streben nach Erfolg

      2) Zwei Punkte dazu:
      Je älter die Generationen sind, umso mehr haben sie das Auftreten neuer Generationen erlebt. Deshalb nehmen Babyboomer Tiede Unterschiede tendenziell etwas differenzierter wahr als jüngere Generationen.
      Die Generation Z sieht eine deutliche Grenze zwischen sich und den anderen Generationen. Sie hat nicht gegen sie, hat aber auch kein Interesse an Interaktion.

      3) Vor allem die Generation Z will Sicherheit, Überschaubarkeit.

      4) Auch hier will ich mich auf die Generation Z konzentrieren:
      Schwäche Mittelstand für Generation Z = klein und das wird assoziiert mit Unsicherheit für die Zukunft
      Stärke Mittelstand für Generation Z = klein und das bedeutet Überschaubarkeit

      5) Um für die Generation Z attraktiv zu sein, muss der Mittelstand
      (a) genauso professionell im Recruiting agieren wie große Unternehmen, aber
      (b) wesentlich mehr „Wohlfühlen“ signalisieren.

      (6) Zentral vor allem für die Generation Z ist der gesamte Bereich der systematischen Personalentwicklung. Hier sind teilweise eklatante Defizite beim Mittelstand. Es geht dabei nicht um „viel“, aber um „systematisch und planbar“.

      Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit
      christian scholz

  39. René Schröder meint:

    Sehr geehrter Prof. Dr. Scholz,

    als dualer Student an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg im Studiengang BWL – Hotel-und Gastronomiemanagement entwickle ich im Rahmen einer Projektarbeit einen Rekrutierungs-Mix für Auszubildende, der sich an die Veränderung des Kommunikationsverhaltens der Generation Z anlehnt.

    Hierzu habe ich fünf Fragen:

    1) Die Literatur ist sich bei dem Übergang von Generation Y zu Z uneinig zwischen 1995 und 2000. Wann ist der Übergang Ihrer Meinung nach zu konstatieren?

    2) Für wie wichtig erachten Sie die Personalbeschaffung über soziale Netzwerke?

    3) Welche sozialen Netzwerke halten Sie dabei für unerlässlich?

    4) Die Generation Z ist der Inbegriff der Digital Natives. Sie sind daher in der digitalen Welt aufgewachsen. Halten Sie Stellenanzeigen in Printmedien dennoch für notwendig oder als einen vermeidbaren Kostenfaktor?

    5) Die Generation Z wird oft mit Helikoptereltern konfrontiert. Glauben Sie, dass der hohe Einfluss der Eltern auf die Jugendlichen einen erheblichen Einfluss auf die Rekrutierungsstrategie im Bereich der Auszubildenden haben sollte? Sollten Unternehmen demnach Eltern in den Bewerbungsprozess mit einbinden oder sind Sie der Meinung, dass die Generation Z den Berufseinstieg als eine Chance sieht, selbstständig zu werden?

    Ich bedanke mich bereits im Vorfeld für die Beantwortung meiner Fragen und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

    René Schröder

    • Christian Scholz meint:

      Hallo … tut mir leid: Irgendwie habe ich Ihre Frage übersehen.
      Auch wenn es jetzt vermutlich Ihnen nichts mehr hilft, hier meine Antworten:
      1) Die Mehrzahl verwendet 1995, einige Forscher gehen aber jetzt langsam auf 1990 über. Und: Es hängt vom Land ab: Also: Russland zB 2000
      2) Extrem wichtig. Aber bei Generation Z ist mehr als bei der Generation Y auch die persönliche Ansprache wichtig.
      3) Aktuell Youtube
      4) Print-Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen erreichen die Generation-Z nicht.
      5) Möglichkeit zum Einbinden schaffen, aber kein Einbinden erzwingen.
      MfGr
      christian scholz

  40. Arend Baumgartner meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    im Rahmen meiner Projektarbeit zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität von Arbeitgebern für die Generation Z stellt sich folgende Frage:

    Der Wunsch nach einem eigenen Arbeitsplatz wird in Ihrem Buch sehr gut umschrieben. Wie sieht es jedoch mit dem Arbeitsort aus?

    Zieht es die Generation Z tendenziell eher in Metropolen oder wären sie bereit zu einem Umzug in eine kleinere Gemeinde bzw. eher gar nicht bereit umzuziehen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Arend Baumgartner

    • Christian Scholz meint:

      Hallo Herr Baumgartner,

      ich denke, der letzte Halbsatz Ihrer Frage ist die Antwort: Die Generation Z ist wenig mobil und will auch nicht so wirklich gerne umziehen. Deshalb werden diejenigen, die in einer größeren Stadt wohnen, am liebsten in dieser Stadt bleiben, umgekehrt aber auch die Z’ler, die ihre kleinere Gemeinde gewöhnt sind, am liebsten dort bleiben – solange von dort ein Arbeitsplatz erreichbar ist.

      Unabhängig davon: Die Generation Z dürfte (der „Pippi-Langstrumpf-Logik folgend) mehr als die Generation Y auch vom Umzug in eine kleinere Gemeinde zu begeistern sein, wenn dort Infrastruktur (Internet, Kita, Grundversorgung) gegeben ist.

      MFG und ganz viel Erfolg bei Ihrer Projektarbeit.
      christian scholz

  41. Sebastian meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    ich arbeite aktuell am Onboarding Prozess für neue Mitarbeiter und darüber hinaus auf die weite Sicht schon für neue junge Führungskräfte im Unternehmen.
    Können Sie mir neben Struktur, Transparenz und Ehrlichkeit noch den ein oder anderen besonders wichtigen Aspekt hinsichtlich der möglichen Verantwortungsmuffeligkeit einer FK aus der Generation Z nennen?
    Auf was sollte besonders Wert gelegt werden beim Thema Onboarding generell und in Bezug auf junge Führungskräfte?

    Bisher habe ich bereits viele Informationen aus Ihren Antworten zusammensammeln können aber diese Spezifikation würde mir in diesem Fall sehr weiterhelfen.

    Herzliche Grüße
    Sebastian

    • Christian Scholz meint:

      Einen schönen guten Morgen …

      … also generell finden Sie einiges zum Onboarding der Generation Z in meinem kleinen Beitrag für das RKW-Magazin -> hier.

      Zur „Verantwortungsmuffeligkeit“ (schönes Wort) der FK aus der Generation Z:

      Hier ist es so, dass die Generation Z durchaus Verantwortung übernimmt, sofern alles klar geregelt ist.
      Schwieriger ist Führungsverantwortung, also Verantwortung für Personen. Das machen Z’ler ungern, weil es etwas ihr Harmoniestreben verletzt.
      Hier könnte man in den Onboarding-Prozeß ein keines Projekt integrieren (aber nicht an den Anfang), bei dem es auch darum geht, Menschen zu führen. Was aber wichtig ist: Worte wie „Menschen führen“ und „Personalverantwortung“ etc sollten nicht vorkommen.

      Ich hoffe, das hilft etwas.

      mfGr
      christian scholz

  42. Ricarda meint:

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    derzeit bin ich dabei meine Bachelorarbeit zum Thema „Wie kauft die Generation Z? Merkmale und Besonderheiten des Kaufverhaltens der Generation Z am Bespiel der Luxusgüterindustrie“ zu verfassen. Eine empirische Analyse mittels eines quantitativen Fragebogens soll Aufschluss über das Kaufverhalten der Generation Z in Bezug auf Luxusgüter geben.
    Ihr Buch über die Generation Z stellte während der Themenfindung eine wichtige Entscheidungshilfe für mich dar.
    Jedoch bin ich mir inzwischen unschlüssig, ob das allgemeine Kaufverhalten der Generation Z bereits wissenschaftlich erforscht wurde. Konnten Sie bei Ihrer Recherche für das Buch auf fundierte Studien zum Kaufverhalten der Generation Z zurückgreifen?

    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ricarda

    • Christian Scholz meint:

      Hallo und guten Morgen,

      da gibt es relativ viele und laufend neue Studien. Können Sie ganz leicht ergoogeln mit „Generation Z“ und mit „Shop“ oder „Consumer“.

      Ansonsten gilt: Nur selektive Markentreue! und das ist gerade für Luxusgüter wichtig.

      mfGr
      christian scholz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.