Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Freiwillige Soziale Arbeit und Gen-Z

von pc am 23. Juni 2014

Dieser Eintrag stammt von Jonas Wilhelmi, Lisa Groß und Nicolas Houy

 

Freiwillige soziale Arbeit und Generation Z umfasst zwei Themengebiete. Zum einen die Generation Z, welche die nachfolgende Generation der Generation Y ist und deren Mitglieder Personen sind, die zwischen 2000 und heute zur Welt gekommen sind. Zum anderen die freiwillige soziale Arbeit (auch frei-gemeinnützige Arbeit genannt), die als freiwillige, unentgeltliche Arbeit für eine bestimmte, in der Regel eher kurze, Zeitspanne, als persönliches, gemeinnütziges Engagement, vollzogen wird.

Freiwillige soziale Arbeit

Die häufig synonym verwendeten Begriffe „Ehrenamt“, „Freiwilligendienst“, „bürgerschaftliches Engagement“ und „Selbsthilfe“ werden in dem Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums unter dem Oberbegriff „freiwilliges Engagement“ zusammengefasst. Der erwähnte Freiwilligensurvey wird seit 1999 durchgeführt und dient der Erhebung des bürgerlichen Engagements in Deutschland. „Freiwilliges Engagement“ kann als personen- oder sachbezogene Arbeit definiert werden, die nicht beruflich, sondern freiwillig ausgeübt wird, nicht Entgelt bezogen, im Rahmen von Organisationen, gemeinwohlorientiert und zeitlich begrenzt ist.

Arten der freiwilligen sozialen Arbeit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten freiwillige soziale Arbeit auszuüben. Die übliche Art und Weise ist das freiwillige Engagement in den sozialen Berufsfeldern, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Altersheime und Kirchengemeinden. Des Weiteren kann man sich sozial engagieren in Vereinen und anderen Institutionen wie Verbänden.
Seit den letzten Jahren gibt es auch andere Möglichkeiten, wie virtual Volunteering, Voluntourismus und Social Entrepreneurship.
Virtual Volunteering oder auch online Volunteering bedeutet ein freiwilliges Engagement über das Internet.
Unter dem Begriff Voluntourismus wird die Verbindung eines Engagements in einem anderen Land verstanden.
Andererseits weisen auch aktuelle Studien, wie der Freiwilligensurvey des deutschen Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ 2010), darauf hin, dass die Motive zum Engagement mit den Jahren immer konkreter geworden sind.

Historie und freiwillige soziale Arbeit in der heutigen Zeit

Nicht nur durch die Wehrpflichtaussetzung beziehungsweise die Umstellung vom Zwangs- zum Freiwilligendienst im Jahr 2011 ist die freiwillige soziale Arbeit und die Motivation die hinter einem solchen Engagement steht, im Wandel. Traditionell war der Anlass eine Tätigkeit auszuüben geschuldet auf der altruistischen Motivation und dem hohen Pflichtgefühl. Aktuelle Studien, wie der Freiwilligensurvey des deutschen Bundesfamilienministeriums weisen darauf hin, dass die Motive zum Engagement mit den Jahren immer konkreter geworden sind. Heutzutage spielt eher der Spaß und Freude an der Tätigkeit, sowie das eigene Interesse und Nutzen eine Rolle. Außerdem ist es heute näher als noch vor 10 Jahren seinen Lebensunterhalt nun auch mit sozialem Engagement zu verdienen. Dabei spielt der Begriff Social Entrepreneurship eine wichtige Rolle, bei dem das Engagement mit finanziellen Gewinnabsichten zu verstehen ist. Des Weiteren ergibt sich aus dem Freiwilligensurvey, dass das Engagement freiwillige, soziale Arbeit auszuüben, in den letzten Jahren gestiegen ist.

Soziologische Charakterisierung der Generation Z

Als Generation Z werden die Geburtenjahrgänge ab dem Jahr 2000 bezeichnet. Charakteristisch für diese Generation ist der Gebrauch von Smartphones und das Erlangen von Wissen via Internet und anderer digitaler Medien. Personen dieser Generation sind es gewöhnt über soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter, zu kommunizieren. Die Privatsphäre tritt hierbei in den Hintergrund und spielt für die Jugendlichen eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zur Generation Y steht bei der Generation Z der eigene Nutzen im Vordergrund. Die jungen Leute streben nach Anerkennung und einem hohen Einkommen. Der Wunsch etwas Besonderes nach außen darzustellen ist allgegenwärtig. Das Denken an die Allgemeinheit und die damit verbundenen sozialen Werte verschwinden zunehmend. In der Arbeitswelt drückt sich dieser Sachverhalt in einer geringen Loyalität zum Arbeitgeber aus.

Freiwillige soziale Arbeit und Generation Z

Basierend auf der soziologischen Charakterisierung der Generation Z lässt sich für das Konstrukt der freiwilligen sozialen Arbeit folgendes Bild prognostizieren. Auf der einen Seite kann, auf Grund des egoistischen und opportunistischen Verhaltens der Generation Z, die Zahl derer, die freiwillige soziale Arbeit leistet, sinken. Des Weiteren wird diese Vermutung durch den Wunsch der Generation Z nach einer perfekten Inszenierung ihrer Selbst und dem Streben nach Anerkennung nicht entgegenwirken.
Jedoch bieten die neuen Arten freiwilliger sozialer Arbeit, Möglichkeiten für die Generation Z. Hierbei ist vor allem das Online Volunteering zu nennen. Dies spricht vor allem junge Personen, die einen starken Bezug zu Internet und Smartphone haben, an. Aufgabenfelder reichen dabei von Chatroom-Moderation bis hin zu Internetvermittler oder auch das Organisieren von Veranstaltungen via Internet.
Eine weitere Möglichkeit für die Generation Z ist Social Entrepreneurship. Aufgrund der finanziellen Gewinnabsichten in dieser Art des sozialen Engagements steht nicht unbedingt das soziale Engagement im Vordergrund, sondern eher der eigene Nutzen aus der Tätigkeit.

 

Literatur

  •  Christian Scholz: Generation Z: Willkommen in der Arbeitswelt In: Der Standard. 6. Januar 2012
  • BMFSFJ (2010): Hauptbericht des Freiwilligensurveys 2009. Zivilgesellschaft, soziales Kapital und freiwilliges Engagement in Deutschland 1999-2004-2009. München. Online in: http://bit.ly/sJ9Sf4 3-527-50052-9
  • Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UnV): Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt, United nations Volunteers, 2011

Siehe auch

Weblinks

  • Generation Z – Die ganz jungen kommen Die Presse, Oktober 2013
  • Hannes Jähnert – Online-Volunteering – ein neuer Weg zum freiwilligen Engagement im Jahr 2011
  • Tabea Simone Häusler – Wandel der ehrenamtlichen Arbeit in Wohlfahrtsverbänden, September 2013

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