Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Gen-Z als Kuschelkohorte

von pc am 23. Juni 2014

Dieser Eintrag stammt von Daniel Haas und Florian Enders

 

Der Begriff „Kuschelkohorte“ beschreibt eine charakterliche Eigenart der Generation Z, den sogenannten Digital Natives, wonach diese den Wunsch nach einem harmonischen und familiären Arbeitumfeld hegen.(1) Diese Entwicklung hin zur „Kuschelkohorte“ zeigte sich bereits bei der Generation Y, wird jedoch von der Generation Z noch verstärkt.(2)

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Grafik: Teletubbies. Quelle: http://www.canvas101.co.uk/gallery-picture-art/animation/cartoon/teletubbies-group-animated-cartoon

Work-Life-Balance

Um die Denkhaltung der Generation Z zu verstehen ist es von großer Bedeutung zu verstehen, wo der Ursprung dieser Ansicht liegt. Diese wurde entscheidend durch das Arbeitsverhalten der Eltern (Babyboomer) geprägt, welche häufig bis spät in die Nacht oder am Wochenende arbeiteten. Daher entwickelte sich unterbewusst der Wunsch nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance, zugunsten ihres Familienlebens und ihrer Gesundheit. Um ihre persönliche Lebenslustmaximierung zu gewährleisten, fordern sie daher offensiv und selbstbewusst individualisierte Arbeitszeitmodelle, welche auf der Grundlage eines freien Wochenendes basieren. Mit dieser neu gewonnenen Freizeit soll ein Ausgleich zu dem teilweise stressigen Arbeitsalltag geschaffen werden. Belegt wird diese Aussage durch eine Studie von EY (Ernst&Young), welche eine Umfrage zum Thema Berufswahl unter Studenten startete. Das Ergebnis zeigt, dass es Berufseinsteigern besonders wichtig ist eben diese Work-Life-Balance zu haben, statt beispielsweise guter Karrierechancen.(3)

Konformität/(kein) Führungsstil

Um sich eine ausgewogene Work-Life-Balance zu gewährleisten, sind die Digital Natives bereit karrieremäßige Kompromisse einzugehen. Infolgedessen verzichtet die Generation Z auf umfangreiche Führungsverantwortung und präferiert stattdessen flache Verantwortungshierarchien, wodurch diese auf mehrere Personen der Abteilung verteilt wird.(4) In dieser charakterlichen Eigenschaft zeigt sich der Begriff der Kuschelkohorte, da so sichergestellt wird, dass keine Arbeit mit nach Hause genommen wird und der Arbeitstag im Büro pünktlich endet.(5)

Arbeitsweise

Der anfängliche Eindruck von Faulheit, der hierbei entstehen kann, ist jedoch keinesfalls zu bestätigen. Die Generation Z ist nämlich, innerhalb der geregelten Arbeitszeit, gewillt äußerst zielstrebig und ergebnisorientiert zu arbeiten. In den Kontext der Kuschelkohorte passt des Weiteren der Wunsch nach einer Wohlfühlatmosphäre, welche sich beispielsweise in der Forderung nach einem eigenem Büro äußert.

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Grafik: Büro. Quelle: http://archlab.de/projekte/innenarchitektur/Luxus-Apartment-New-York-City_479/luxus_apartment_new_york_11.html

Ein weiterer Aspekt dieses kuscheligen Arbeitsumfeldes zeigt sich in der Vorstellung ihrer Feedbackkultur. (6) Diesbezüglich präferieren die Zetta nämlich Feedback auf Anfrage und nicht als Kontrolle durch den Vorgesetzten.

Auswirkungen für den Arbeitgeber

Um zukünftig auf dem Arbeitsmarkt die High Potentials für sich zu gewinnen, müssen sich die Arbeitgeber den Anforderungen der Zettas anpassen.(7) Dies betrifft strukturelle Anpassungen wie flachere Hierarchien oder angepasste Arbeitszeitmodelle. Des Weiteren sind Änderungen im Bereich der Unternehmensausstattung erforderlich, wie beispielsweise individuelle Einzelbüros oder eine verbesserte Technologieinfrastruktur, um den Anforderungen der Digital Natives gerecht zu werden. Eine weitreichende Änderung beziehungsweise Anpassung muss jedoch in der Sichtweise der Erreichbarkeit und der Arbeitsbereitschaft erfolgen.(5)

Siehe auch

Literaturverzeichnis/Weblinks

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