Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Generation X und Gen-Z

von pc am 23. Juni 2014

Dieser Eintrag stammt von Kathrin Meier, Anja Bsdurek und Sabrina Eilers

 

Die Generation X und Generation Z sind zwei Generationen unterschiedlicher Jahrgänge. Während Personen der Generation X im Geburtsjahr 1965-1980 geboren sind, können Personen der Generation Z weniger an das Geburtsjahr gekoppelt werden, sondern es sind die Nachfolger der Generation Y.[1]

Charakteristika der Generation X

Der Titel des sozialkritischen Romans „Generation X“ von Douglas Coupland ist namensgebend für die Generation, die zwischen Mitte der 1960er und Ende der 1970er Jahre geboren wurde und bezieht sich auf die den Baby-Boomern nachfolgende Generation.[2] Die Kindheit und Jugend der Generation X liegt überwiegend in den 1970er und 1980er Jahren und wurde durch den Beginn der Medienrevolution und durch technologische Neuerungen geprägt.[3] Daher wird sie auch „MTV-Generation“ genannt.[4] In dieser Zeit gingen zunehmend beide Elternteile der Generation X einer beruflichen Tätigkeit nach und der Begriff Schlüsselkinder gewann an Bedeutung. Auch die steigende Scheidungsrate der Eltern prägte die Kindheit und Jugend der Generation X.[5] Die Ölkrisen in den 70er und frühen 80er Jahren, Umweltkatastrophen wie Tschernobyl, das Ozonloch aber auch gesundheitliche Bedrohungen durch AIDS und Drogen führten zu einer gesellschaftlichen und politischen Unsicherheit und prägten die Jugend der Generation X. Der Berufseintritt der Generation X wurde zwar durch den technischen Fortschritt, Umweltschutz und einen erfolgreichen Integrationsprozess der Europäischen Union begleitet, wurde aber schon nach kurzem durch eine Konjunkturkrise und wachsende Arbeitslosigkeit und Perspektivenlosigkeit gekennzeichnet.[6] Den wirtschaftlichen und politischen Versprechungen der neuen Regierung im Jahr 1998 stand die Generation X daher sehr skeptisch gegenüber.[5] Die Berufstätigen der Generation X bewerten Arbeit zwar als zentralen Lebensinhalt, zeigen aber ein besonderes Interesse an einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben, wobei sie immer zu ihrem eigenen Vorteil handeln. [7] Privat strebt die Generation X tendenziell eine individuelle Ausrichtung und alternative Lebensentwürfe an und entspricht damit ihrer Generation.[8]

Charakteristika der Generation Z

Die Generation Z, auch „Digital Natives“ genannt[9], kann auch als Generation des Internets oder der mobilen Generation bezeichnet werden, da sie durch einen hohen Gebrauch von digitalen Technologien und mobilen Geräten gekennzeichnet ist.[10] Diese Generation ist schon von Beginn ihres Lebens an mit der digitalen Welt groß geworden.[12] Sie benutzen Tablets oder Smartphones und durch ihre Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken gibt es für sie keine Grenzen bezüglich ihrer Privatsphäre. Es ist ihnen egal, ob der Chef Partybilder sieht.[11] Durch die sozialen Netzwerke resultiert, dass nicht mehr unbedingt auf dem realen Wege mit Freunden kommuniziert wird, sondern immer mehr digital, wie zum Beispiel über facebook.[10] Personen der Generation Z konzentrieren sich auf ihre eigenen persönlichen Ziele.[12] Beispielsweise der Maximierung des Einkommens oder der Lebenslust.[13] Zudem läuft ihr Leben nicht mehr nach festgelegten Strukturen ab.[11] Sie sind eher ein Einzelkämpfer als ein Teamplayer. Es sind Individualisten, die keine Loyalität zu ihrem Arbeitsgeber verspüren, aber dennoch ein hohes Arbeitsniveau besitzen.[11] Das bedeutet, dass sie in einigen Fällen durchaus bereit sind viel zu arbeiten, solange es nicht über die regelmäßigen Arbeitszeiten hinaus geht.[13] Außerdem erfolgt eine strikte Trennung zwischen privatem und beruflichem Leben.[10] Neben der fehlenden Bindung zum Arbeitgeber, gibt es auch keine Verbundenheit zu Personen, höchstens zu Projekten.[13] Die Lernweise der Generation ist charakterisiert durch ein Lernen für sich selbst.[12] Da jedoch Wissen allerorts vorhanden ist, wird es nicht mehr langfristig im Gedächtnis gespeichert.[10] Zudem gelten nicht mehr die Eltern und Lehrer als „Wissensgeber“, sondern das Internet. Durch den ständigen Zugriff auf das Wissen erlangen diese Personen Unabhängigkeit.[9] Bezüglich Respekt gegenüber anderen ist nicht mehr Status und Macht ein Indikator, sondern die Generation Z respektiert Personen, die sich durch Erfahrung und Kompetenz auszeichnen.[11]

Vergleich der Generation X und Z

Generation X Generation Z
geboren ab 1965 nach der Generation Y
Hauptmerkmal Perspektivenlosigkeit Technik geprägt
Familie „Schlüsselkinder“ unabhängig vom Wissen der Eltern
Persönlichkeit individuell Einzelkämpfer
Arbeit zentraler Lebensinhalt geregelte Arbeitszeiten

 

Siehe auch

 

Weblinks

  • Losyk, Bob: Generation X: What They Think and What They Plan to Do. In: The Futurist. 31, Nr. 2, 1997 (als PDF-Ausschnitt auf: questia.com).

 

Einzelnachweise

1. ↑ ab Christian Scholz: Personalmanagement. Informationsorientierte und verhaltenstheoretische Grundlagen. Vahlen, München 2014, ISBN 978-3-8006-3680-8, S. 24f. 2. ↑ Jutta Oertel: Baby Boomer und Generation X –Charakteristika der etablierten Arbeitnehmer-Generationen, In: Martin Klaffke(Hrsg.): Genrationen-Management: Konzepte, Instrumente, Good-Practice-Ansätze. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-02325-6, S.45. 3. ↑ Jutta Oertel: Baby Boomer und Generation X –Charakteristika der etablierten Arbeitnehmer-Generationen, In: Martin Klaffke(Hrsg.): Genrationen-Management: Konzepte, Instrumente, Good-Practice-Ansätze. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-02325-6, S. 45f. 4. ↑ howstuffworks: How Generation X Works InfoSpace LLC, abgerufen am 05. Juli 2014 (englisch). 5. ↑ ab Martina Mangelsdorf 30 Minuten Generation Y. Gabal Verlag, Offenbach am Main 2014, ISBN 978-3-86936-567-1, S.18. 6. ↑ Jutta Oertel: Baby Boomer und Generation X –Charakteristika der etablierten Arbeitnehmer-Generationen, In: Martin Klaffke(Hrsg.): Genrationen-Management: Konzepte, Instrumente, Good-Practice-Ansätze. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-02325-6, S. 46. 7. ↑ Befunde: Wertorientierungen „West“ und „Ost“ im Vergleich Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 03. Juli 2014. 8. ↑ Jutta Oertel: Baby Boomer und Generation X –Charakteristika der etablierten Arbeitnehmer-Generationen, In: Martin Klaffke(Hrsg.): Genrationen-Management: Konzepte, Instrumente, Good-Practice-Ansätze. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-02325-6, S. 47. 9. ↑ ab howstuffworks: How Generation Z Works InfoSpace LLC, abgerufen am 05. Juli 2014 (englisch). 10. ↑ abcd Generation Z. Definition … oder: Generation Y war gestern – es lauert die Generation Z! HRweb, abgerufen am 29. Juni 2014. 11. ↑ abc Generation Z – Die ganz jungen kommen Die Presse, abgerufen am 29. Juni 2014. 12. ↑ abc Christian Scholz: Generation Z: Willkommen in der Arbeitswelt In: Der Standard, abgerufen am 29. Juni 2014. 13. ↑ abc Christian Scholz: Generation Z: Willkommen in der Arbeitswelt In: SAP-Forum für Personalmanagement, Juni 2014; (PDF; 1,04 MB)

Ein Kommentar zu “Generation X und Gen-Z

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