Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Mal wieder: „Mythos“ Millennials (managerSeminare)

von Christian Scholz am 27. Februar 2015

Jetzt macht auch die Zeitschrift managerSeminare ihre Leserbefragung zum Thema „Mythos“ Millennial, wobei der beruhigende Tenor schon vorgegeben ist: Alles nur ein Mythos und „nicht über die neue Generation schimpfen, sondern sie als Chance begreifen“. Wer will da widersprechen? Wer will schon „schimpfen“? Und wer will eine „Chance“ auslassen.

Das alles entspricht dem bekannten Groupthink der deutschen HR-Community. Zumindest drei personalwirtschaftliche Zeitschriften (Personalführung, Personalwirtschaft und jetzt auch managerSeminare) liefern wohltuende Beruhigungen für alle, die sich lieber nicht mit Veränderungen der Arbeitswelt auseinandersetzen wollen: Nichts hat sich verändert, es reicht, wenn wir – wie in den letzten 100 Jahren – den ehrlichen und offenen Dialog pflegen. Und außerdem sind das alles nur Schubladen und so weiter.

Auf der anderen Seite stehen Zeitschriften wie die WirtschaftsWoche mit der Aussage, auf die Forderungen der jungen Generation einzugehen, weil sie die demografische Macht auf ihrer Seite haben.  Interessant: Diese Argumentation mündet im Regelfall explizit oder implizit in einen Vorwurf an die Personalabteilung, die einen wichtigen Trend ignoriert. Übrigens: Auf dieser Seite stehen  auch die meisten Internationalen Kommentare.

Das kennen wir doch alles seit mehreren Jahren. Doch wo führt uns das hin? Weder das stramme „Weiter-So“ noch das devote „Ponyhof-Bauen“ helfen uns weiter.  Es hilft auch nichts, die gesamte junge Generation Y in eine Schublade zu legen und dann laut zur rufen, „bitte nicht in eine Schublade legen“.

Also vielleicht doch verstehen, dass es innerhalb der jungen Generation zwei Strömungen gibt: Die tendenziell (!) etwas ältere Generation Y, die auch ganz spezifische Weiterbildungsangebote will, und die tendenziell (!) etwas jüngere Generation Z, die tatsächlich etwas anders tickt.

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