Die-Gen eration-Z

Christian Scholz Gedanken und Materialien zur Generation Z



 

Smartphone bei Gen-Z

von Christian Scholz am 24. Juni 2014

Definitionen

Smartphone

Das Smartphone ist ein Mobiletelefon, das sich mit hoher Funktionalität auszeichnet. Im Vergleich zu dem normalen Mobiletelefon ermöglicht ein Smartphone seinem Nutzer den Zugang zu Internet, E-Mail, Kamera, Skype, Social Media und andere Apps für Sozialkommunikation. [1]

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Gen Z

„Generation Z“: mit diesem Begriff und auch als „digital natives“, “tech-savvy“ und „Net-Generation“ bezeichnet man die Generation von jungen Menschen, die in einer Gesellschaft mit hoher Internet-Penetration nach 199X geboren wurde. Der Begriff wird sowohl in der akademischen Welt als auch in der Alltagssprache verwendet. [2]

„Digital natives“

Die erste Begegnung der Jugendlichen mit dem Smartphone heutzutage erfolgt schon kurz nach der Geburt. Natürlich ist die Fähigkeit, mit einem Smartphone zu arbeiten, nicht angeboren, der Lernprozess bei den Jugendlichen ist aber viel schneller als bei ihren Eltern.

Sie werden von Anfang an mit einem der unglaublichsten Fortschritte in der Technologie immer konfrontiert und sie werden lernen, ihr Leben mithilfe dieser Technologie zu verbessern. [3]

Schule und Freundkreise sättigen die Jugendlichen mit erleichtertem Zugang zu Informationen, Kommunikationstechnologien. Darüber hinaus werden die Schulen einmal zu institutionell kontrollierten Gebieten, wo man sich von dem langweiligen Unterricht mithilfe von einem Stück Papier und einem Nachbar oder einer Nachbarin retten könnte. Jetzt gewähren selbst die Schulen ihren Schülern freien Zugang zu Online-Welten. Informations- und Kommunikationstechnologien funktionieren als Instrumente der Empowerment für die Jugendlichen. Allerdings haben diese Technologien die Jugendlichen nicht dazu bewegt, neue Verhaltensformen zu entwickeln. [4]

Die Jugendlichen als Besitzer von Smartphones

Die Anzahl der jungen Leute, die heutzutage regelmäßig Smartphones benutzen, ist in den letzten drei Jahren dramatisch angestiegen.

Abb3

In der Abb. 1 wird gezeigt, dass die Anzahl von den verkauften Smartphones stärker angestiegen ist als die Anzahl von den verkauften Handys. Es wird ermittelt, dass die Anzahl der verkauften Smartphones für den oben genannten Zeitraum auf 14% gestiegen ist, wobei die Erhöhung bei den Handys nur 1 % ausmacht.

Abb4

Funktionen der Smartphone Nutzung

Ob zu Hause auf der Couch, beim Warten auf den Bus oder in der Schule – das Smartphone ist bei den meisten Jugendlichen überall mit dabei. Es hat sich zum multimedialen Alleskönner entwickelt und dient seit Langem nicht mehr alleine zum Telefonieren. In einem Gerät werden Internetzugang, Musikplayer, Film- und Fotokamera, Notizbuch, Adressbuch, Spielkonsole und vieles mehr vereint [6]. Mit ihm organisiert die s.g. Generation „Kopf unten“ ihren Alltag, ihre Verabredungen und erhalten die neuesten Infos von ihren Freundinnen und Freunden, aber nicht nur das [7]. Mit dem Smartphone haben sie ihr persönliches „Unterhaltungscenter“ immer dabei. Besondere Momente werden mit der Kamera festgehalten und mit Freundinnen und Freunden mitgeteilt. Durch die mobile Internetverbindung wird es zur mobilen Informationsquelle. Das Smartphone ist aber auch ein modisches Zubehör, ein Ausdruck des Erwachsenwerdens und des Status und ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Altersgruppe und immer wieder ein heißes Gesprächsthema. Daher rührt der Wunsch vieler Kinder und Jugendlichen immer früher ein Smartphone zu besitzen [8].

Ein interessanter Punkt ist, dass die Smartphone-Nutzer seltener einen Desktop- oder Laptop-Computer verwenden, um das Internet zu benutzen im Vergleich zu Nutzern von regelmäßigen Handys. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Smartphones zumindest teilweise in der Lage sind, die Ansprüche der Jugendlichen auf Internetnutzung zu befriedigen. Smartphone-Besitzer neigen auch eher dazu, Social-Networking-Websites zu verwenden [9].

Während viele Jugendliche eine Vielzahl von internetverbundenen Geräten in ihrem Leben haben, ist das Handy die wichtigste Mittel zur Online-Kommunikation, mit denen 25% der Altersgruppe von 12 bis 17 auf das Internet zugreifen. Unter Jugendlichen, die mobiles Internet nutzen, ist diese Anzahl auf ein Drittel (33%) angestiegen. Unter den Teenagern mit Smartphones, die das Internet meist über ihr Handy nutzen, ist die Rate auf 50% gestiegen.

In der Studie „Impact of Smartphones on Society“ von Sarwar und Soomro wird folgende Statistik vorgestellt [10]:

– 60% von den Teens behaupten, stark von ihrem Smartphone abhängig zu sein;
– 65% von den Teens benutzen ein Smartphone, um Zugang zu den sozialen Netzwerken zu erstellen;
– 34% von den Teens benutzen ein Smartphone, während des Essens;
– 47% von den Teens benutzen ein Smartphone, während sie im Bad/auf der Toilette sind.

Die Zahlen zeigen, dass junge Leute sehr gerne und sehr oft Smartphones benutzen.
In der Publikation „Teens and Technology 2013“ [5]wird festgestellt, dass drei Viertel der jungen Leute zwischen 12 und 17 mobiles Internet benutzen. Die Studie wurde im Jahr 2012 in den USA geführt, wobei 802 Teens befragt wurden.
Es werden folgende Ergebnisse der Studie vorgestellt [5]:

– 36.67% der jungen Leute haben ein Smartphone.
– 74% der Teens benutzen Handys, Tablets und andere Mobilgeräte für Internetzugang.
– 55% von Mädchen, die zwischen 14 und 17 sind und die ein Smartphone haben, benutzen am meisten Handys für den Internetzugang.

Abb2

Kommunikation und Eltern

Es wurde festgestellt, dass Jugendliche in der Regel die Technologie i.S.v. Smartphones als notwendig für ihre effektive kulturelle Entwicklung ansehen und auch als ein Instrument, eine potenzielle soziale Isolation zu verhindern. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Jugendlichen eine gemeinsame Nutzung dieser vielen Online-Engagements mit ihren Eltern teilen würden. Smartphones sind ihrer Natur nach für die Nutzung durch eine Person geeignet – im Gegensatz zu einem Familien-PC im Wohnzimmer zum Beispiel. Es kann deswegen noch schwieriger für die Eltern werden, das Online-Verhalten ihrer Kinder zu kontrollieren. Brian Hall deutet in seiner unter [4] zitierten Studie darauf hin, dass 70% der Jugendlichen versuchen, ihr Online-Verhalten von ihren Eltern zu verbergen. Es scheint, dass die Umstellung auf mobile Internet-Nutzung die Art und Weise des Internetzugangs verändert und neue Herausforderungen für die Eltern schafft.

Wie die neue Generation Z, die immer online ist, die Wirtschaft, die Arbeitswelt und die Kultur verändern könnte, sind immer noch nicht vollständig klar. Trotzdem gibt es keinen Zweifel daran, dass die neue Generation alle diese Aspekte verändern würde. Zum Beispiel wurde bereits ein „drastischer Rückgang“ der Anzahl der Teenager identifiziert, die einen Führerschein beantragt haben, wahrscheinlich aufgrund ihres erhöhten Interesses an mobilen Technologien und Social Media. Die heutigen Jugendlichen sind letztendlich Online aufgewachsen! [4]

Lernen und Informationssuche

Da die Smartphones heute solche Eigenschaften haben, die mit diesen eines durchschnittlichen Computers vergleichbar sind, erteilen sie den Studenten weit mehr dynamische Möglichkeiten als ein Laptop oder ein Tablet-Computer. Handys sind nicht nur zum Telefonieren oder SMS-en. Viele Studenten benutzen ihre Smartphones, um weiterhin auf die online Pinnwände ihrer Universitäten zuzugreifen. Auf die Handys erhalten sie außerdem Updates von ihren Universitäten. Die Integration von Smartphones in Universitätskursen wird bis jetzt aber nicht besonders erfolgreich. [11]

Potentielle Gefahren

Heutzutage bezieht sich der Begriff Sucht nicht nur auf Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, sondern auch auf Glücksspiel, Internet, andere Spiele, aber auch Smartphones. Die letztgenannten fallen auch unter die Kategorie der Verhaltenssucht. Jugendliche sind die demografische Gruppe, die vielleicht die höchste Akzeptanz von dem Internet aufweist und die das Internet zu einem festen Teil des täglichen Lebens durch verschiedene Geräte wie PCs und Smartphones gemacht hat. Bei diesen Kommunikationsmethoden besteht aus psychologischer Sicht immer die Gefahr, dass sich eine Person aus ihrer realen Identität distanziert.

Während der Adoleszenz gehen die Jugendlichen von der Kindheit zum Erwachsenenalter über. Dieser Übergang ist oft mit einer Identitätskrise verbunden, deswegen ist es von großer Wichtigkeit für sie, ihre Identität und ihre im Leben wünschenswerte Rolle festzustellen. Das Experimentieren mit verschiedenen Hobbys und Verhaltensweisen ist eine übliche Methode, um diese Entwicklungsstufe zu überwinden.

In der Selbsteinschätzung der Smartphone-Sucht bezeichnen sich 134 (also 24,8% der befragten) Schüler als Smartphone-süchtig, 312 (57,8% der befragten) hielten sich für nicht-Smartphone-süchtig, und 94 (17,4% der befragten) Schüler waren sich nicht sicher. Es wird berichteten, dass die Jugendlichen eher dazu tendieren, sich während des Umgangs mit Medien mehr zu konzentrieren, und deswegen in der Lage sind, mehrere Probleme dabei im Vergleich zu den Erwachsenen zu entwickeln, wenn man auf eine neue Art von Medien vorgestellt wird. Mit anderen Worten, neigen die Jugendliche dazu, proaktiv neue Medien und Technologien zu akzeptieren und die veralteten mit den neuen zu ersetzen.
Als Ergebnis sollten vorbeugende Maßnahmen in Betracht gezogen werden, und die Suchtmerkmale bei Jugendlichen sollten so früh wie möglich identifiziert werden. Nach der Studie wurde festgestellt, dass das Problem ernster bei den Schülerinnen war als bei den Schülern. Das Ergebnis kann aber dadurch erklärt werden, dass Frauen im Allgemeinen eher dazu neigen, sich mit ihren Problemen zu bekennen und Befragungen ehrlicher zu beantworten.[12]

Literatur

Siehe auch

Weblinks